Ausstellungen

Le Corbusier – Kunst und Architektur

Um ein Werk von Le Corbusier zu sehen, muss man nur die Heerstraße entlangfahren: Dort ragt seine Wohneinheit „Typ Berlin“ in den Himmel, entstanden im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 1957. Doch das ist nicht der einzige Bezug des Schweizer Architekten zu Deutschland. Bereits 1910 lernte er hier den Werkbund kennen, in den 20er Jahren dann das Bauhaus. „Le Corbusier und Berlin“ – diese Facette im Werk des Baumeisters, der selbst eine Ikone der Moderne ist, wurde speziell für die Schau im Martin-Gropius-Bau erarbeitet. Ansonsten gibt die Wanderausstellung zu Le Corbusier (1887–1965) mit 380 Exponaten einen Überblick über ein beeindruckend vielfältiges Schaffen, das vom Entwurf von Stühlen bis zu ganzen Städten reicht. Nicht als starres Werkverzeichnis, sondern mit zeitgenössischer Perspektive, die neue Forschungsergebnisse, kritische Ansätze und den aktuellen Diskurs miteinbezieht. Der Jahrhundertarchitekt übt heute noch einen beträchtlichen Einfluss auf Architektur und Städtebau aus.
Text: sd

Martin-Gropius-Bau

Niederkirchnerstraße 7, Kreuzberg,
tgl. 10-20 Uhr, 9.7.-5.10.

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