Ausstellungen

Lea-Maria Brinkschulte kommentiert

Lea-Maria Brinkschulte
Seit dem Auszug aus dem Postfuhramt im März 2013 wird ?c/o Berlin als wichtigste Plattform für zeitgenössische Fotografie in der Berliner Kunstlandschaft schmerzlich vermisst. Der Ausbau des neuen Standorts – das Amerika Haus in Charlottenburg – soll bis zum Herbst dieses Jahres abgeschlossen sein, aber noch gilt es, eine Finanzierungs­lücke zu füllen. Da sich c/o immer schon als partizipative Instituion versteht, ist es nur konsequent, jetzt auch auf die Mithilfe von Fans und Freunden zu setzten. 100?000 Euro sollen über eine Crowdfunding-Kampagne unter dem Motto „Turn Us On!“ für den Innenausbau zusammenkommen. Wer also endlich wieder mehr von c/o sehen will als die Freiluftausstellungen auf dem Vorplatz des Amerika Hauses, dem sei eine Spende unter startnext.de/co-berlin nahegelegt. Für alle Unterstützer hat sich die Galerie Dankesgeschenke ausgedacht, vom Mosaikstein bis hin zu Workshops mit ranghaften Fotografen wie Thomas Höpker.
Wem es suspekt scheint, dass etablierte Galerien auf Spendengelder von Privatleuten setzen, dem sei gesagt, dass dies doch besser ist, als wenn staatliche Museen sich von Geldern großer Konzerne abhängig machen. ?Es ist gut, dass Crowdfunding in der Kunstlandschaft angekommen ist. Auch backjumps, die Plattform für Streetart – also ein ganz anderes Kunstgenre –, sammelt unter kunstraumkreuzberg.de Spenden für die Feier ihres 20-jährigen Jubiläums.

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