Ausstellungen

Lebenswelt Bauhaus

Gesamtkunstwerk Bauhaus
Annemarie Jaeggi, Chefin des Bauhaus-Archivs, hat Platz geschaffen für das neue Ausstellungs­konzept „Gesamtkunstwerk Bauhaus“. Zwar beeindrucken in der Haupthalle weiterhin die ikonischen Stühle von Breuer, die runden Plastiken von Schlemmer und die kantigen Architektur-Modelle von Gropius, aber insgesamt wirkt die Dauerausstellung doch luftiger – jedenfalls im Rahmen der Möglichkeiten, die Jaeggi und Team in den beengten Räumen haben. Der Erweiterungsbau für das Haus ist zwar beschlossen, kommt aber erst 2019.
Die aktuelle neue Luftigkeit in der Hauptausstellung entsteht, weil auf unterschiedlichen Ebenen Objekte präsentiert werden, also Architektur-Modelle auf kleinen Podesten stehen, Breuers Stühle an Raumteilern hängen oder Flachware wie van der Rohes Skizzen auf verschiedenen Höhen an den Wänden verteilt ist. Dazu kommt eine klarere Einteilung in die unterschiedlichen Bauhaus-­Phasen Dessau, Weimar und Berlin. Allen diesen räumlichen und zeitlichen Phasen gemeinsam ist aber, und auch das wird gut he­raus­gearbeitet, der ganzheitliche Anspruch der Künstler an die Gestaltung ihrer Lebenswelt. Entsprechend groß war der kreative Ausstoß – und entsprechend vielfältig sind die Nachlässe, die in den letzten zehn Jahren ins Archiv kamen. Einige davon sind jetzt in der Sonder­ausstellung „100 neue Objekte“ zu sehen, darunter so einzigartige Stücke wie ein Kinderbett, entworfen von Marcel Breuer für Gropius, oder ein buntes, wunderbar erhaltenes Schiffbauspiel von Alma Buscher.    

Text: Iris Braun

Foto:
VG Bild-Kunst, Bonn / Bauhaus-Archiv, Berlin; Roman März

Bauhaus-Archiv Klingelhöferstraße 14, Tiergarten, Mi–Mo 10–17 Uhr

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