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„The Light of Day – Magma Works“ im Projektraum Safn

SafnBerlinIn seiner Heimat Reykjavik bringt er seinen Landsleuten seit Langem die moderne Kunst näher. Nun hat Pйtur Arason auch einen kleinen Showroom in Berlin: Safn – Isländisch für Sammlung. Gemälde sind weniger sein Ding, starke Brocken umso mehr. Die erste Ausstellung spiegelt die hochkarätige Mischung aus isländischer und internationaler Konzeptkunst und Minimal Art. Arason ist auch ein Inspirator mit vielen Künstlerfreunden. So lud er in den frühen 90er-Jahren Lawrence Weiner nach Island ein.

Der Amerikaner schuf auf der Insel Werke, die sich mit der besonderen Geologie vor Ort auseinandersetzen. Kombiniert sind seine deskriptiven Schrift-Sätze mit einem fesselnden Bild aus Vulkangestein, das je nach Blickwinkel Farbe und Gestalt ändert. Es stammt von Ragna Rуbertsdуttir, einer der bekanntesten Künstlerinnen des Landes. „Island hat eine sehr starke Natur. Das beeinflusst dich“, sagt Arason. Das Naturparadies ist allerdings bedroht durch die Profitgier der Menschen, die Fabriken in unberührte Gegenden klotzen. Ein quadratisch geschliffener Lavastein zeigt offene Poren, die auch für die Verwundbarkeit dieser Schönheit stehen könnten.

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In einem silbernen Spiegel, der mit den Jahren eindunkelt, glänzt das Licht. „The Light of Day“ nennt sich die stimmige Auswahl von Magma-Werken, die Katharina Wendler kuratiert hat. Dazu gehört auch Richard Longs „Sea Lava Circle“ und eine Woge schwarzer Lavaperlen hinter Glas von Ragna Rуbertsdуttir, die die Landschaft auf nicht minder kongeniale Weise in Kunst übersetzt.

Text: Andrea Hilgenstock

Foto: Safn Berlin

tip Bewertung: Sehenswert

The Light of Day – Magma Works Safn, Levetzowstraße 16, Moabit, Fr+Sa 13–17 Uhr und nach Vereinbarung, bis 31.7.

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