Ausstellungen

Lost Art Festival in Berlin: Moderne Kunst auf altem Industriegelände

Kunst an einem ansonsten unzugänglichen Ort, das ist das Lost Art Festival in Berlin. 80 Künstler:innen verwandeln dabei vom 24.-26. September das leerstehende Umspannwerk Reinickendorf in ein Festivalgelände. Installationen bestaunen, Musik lauschen, vielleicht ein wenig Tanzen – beziehungsweise ruhiges Schunkeln – in einer alten Industrieanlage. Eine nette Abwechslung zu klassischen Museen oder Schaufensterbesichtigungen. Und wem Kunst und Musik nicht reichen: auf dem Gelände werden beim Lost Art Festival auch ansonsten unzugängliche Räume geöffnet.

Lost Art Festival: Ein Werk von Sven Sauer aus dem vergangenen Jahr – auch dieses Jahr dürfte es wieder viel zu entdecken geben. Foto: Carsten Beier

Lost Art Festival – Kunst und Industrie im Wechselspiel

Beteiligt ist unter anderem Christopher Bauder. Er ist etwa für Dark Matter Berlin verantwortlich, eine Dauerausstellung bestehend aus Lichtinstallationen, für die sich besonders Fotofreund:innen begeistern können. Nur wenig eignet sich besser für hübsche Schnappschüsse als Leuchtspiele. Die Ausstellung findet sich auf einem alten Fabrikgelände, Erfahrung mit den Größendimensionen stillgelegter Industrieanlagen hat Bauder also. Auch DJ Norman Nodge (Berghain) ist dabei, wodurch die musikalische Untermalung der Szenerie entsprechend passen dürfte.

Lost Art: Eine Installation der Künstlerin Julia Sossinka. Foto: Frank Sauer

Über zwei Tage können Besucher:innen Kunst sowie die versteckten (häufig vergessenen) Orte auf dem mehr als 100 Jahre alten Gelände entdecken, auf versprochenen 6000 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Immerhin ist der Weg durch das Umspannwerk einen guten Kilometer lang. Um den Fokus auf die Kunst zu lenken, werden lediglich die Werke beleuchtet. Atmosphäre in den endlosen Hallen, düsteren Katakomben und klaustophobisch kleinen Räumen wird es also geben.

Zudem ist der Veranstaltungsort festivalüblich in mehrere Bereiche mit unterschiedlichen Öffnungszeiten geteilt, einen für die Ausstellung (12-24 Uhr), einen für Performances (22-4 Uhr), etwa Tanz, und zwei für Livemusik (rund um die Uhr geöffnet). Ein Kino (auch rund um die Uhr geöffnet) wird es ebenfalls geben.

Laut Angaben der Veranstalter:innen handelt es sich beim Lost Art Festival um ein nicht kommerzielles Event. Künstler:innen bekommen lediglich eine Aufwandsentschädigung. Das sorge für geringe Ticketpreise. Genauere Infos bleiben sie bisher aber schuldig. Spätestens zum Verkaufsstart am 26.8 sind wir schlauer. Geduld, könnte sich auszahlen.

Wichtig: Auch hier gelten die Hygienemaßnahmen.

  • Lost Art Festival Umspannwerk Reinickendorf, Breitenbachstraße 32, 24.9-26.9, Tickets für die Ausstellung sind ausverkauft, für Perfomance, Kino und Musik sind noch welche zu haben, weitere Infos findet ihr hier

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