Ausstellungen

Luise. Die Kleider der Königin

Sie war Abonnentin zahlreicher Modejournale und ließ Spitzen und Hauben durch berittene Eilboten aus Paris nach Berlin bringen. Königin Luise von Preußen wurde für ihre Schönheit gerühmt, doch sie überließ ihr gutes Aussehen nicht dem Zufall, sondern investierte in Wangenrouge und Seidenfächer, in Negligйs und Galaroben. Um 1800 war diese intensive Beschäftigung mit Modefragen nicht selbstverständlich, Luise hatte darin Vorbildfunktion. Damals dominierte der mädchenhafte „Nymphenstil“, was der Königin mit Modelmaßen – Luise war schlank und etwa 1,74 Meter groß – hervorragend stand, wie ein Gemälde von Fйlicitй Tassaert (nach J. F. A. Tischbein) zeigt. Doch auch im strengen Reitkleid а la hussarde, in dem sie Wilhelm Ternite 1810 porträtierte, sah sie sehr schick aus. Die Schau über die preußische Modeikone wird am Originalschauplatz in Schloss Paretz gezeigt.    

Text: Stefanie Dörre
Foto: SPSG/Eigentum-des-Hauses-Hohenzollern-SKH-Georg-Friedrich-Prinz-von-Preußen

Termine: Luise. Die Kleider der Königin
im Schloss Paretz, Ketzin, Di–So 10–18 Uhr, 31.7.–31.10., www.spsg.de

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