Ausstellungen

Man machte sich schon ­Sorgen um die Kunst-Werke

Stefanie Dörre
Kleinere Soloschauen, das war im vergangenen Jahre das Programm der Kunst-Werke. Die letzten großen Ausstellungen liegen schon ein bisschen zurück, die Berlin Biennale 2014, kuratiert von Juan Gaitбn, davor die Retro­spektive Christoph Schlingensief, in Zusammenarbeit mit Klaus Biesenbach, KW-Gründer und schon seit Jahren äußerst umtriebiger Direktor des MoMA PS1 in New York. Was geht eigentlich ohne ihn?, dachte man. Die Kunst-Werke, so musste man befürchten, spielen nur noch klein, klein – und nicht mehr vorne mit bei der Präsentation zeitgenössischer Kunst in Berlin. Doch mit der Ausstellung „Fire and Forget. On Violence“ von KW-Chefkuratorin Ellen Blumenstein und Daniel Tyradellis hat sich die Institution sensationell zurückgemeldet. Da stimmt alles. Das Thema Gewalt ist eines der wichtigsten weltweit. Die Einteilung in die Bereiche Grenze, Affekt, Erinnerung und Ereignis ist wohldurchdacht. Und die Arbeiten sind äußerst beein-?druckend. Ich kann hier leider nur ein paar Künstler nennen: Julius von Bismarck, Roy Brand, Rudolf Herz, Kris Martin, Julian Röder, He ­Xiangyu.

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