Ausstellungen

Mariana Castillo Deball im Hamburger Bahnhof

Mariana Castillo Deball im Hamburger Bahnhof

Auf den Grund geht die 1975 in Mexico City geborene und letztes Jahr mit dem Preis der Nationalgalerie ausgezeichnete Künstlerin dabei den Biografien der Dinge. Diesmal all jenen, die zu unterschiedlichen Zeiten mit der Nationalgalerie verbunden waren. Dem Besucher legt sie in ihrer großen Installation in der Historischen Halle des Hamburger Bahnhofs Objekte ans Herz, die in der Vergangenheit ein unstetes Leben zwischen Kellern, Museen und Privat­sammlungen führten. In ihrem Kunstparcours versucht die Wahlberlinerin, die Historie der Sammlungen, ihrer Bauten, Exponate und Protagonisten vor allem hinsichtlich ihrer Neuordnungen zu entschlüsseln. Wie der Titel der Schau „Parergon“ verrät, macht sie das „Beiwerk“ zum Hauptdarsteller und entwickelt daraus neue, narrative Arbeiten. Nach eigenen Worten will die Spurensucherin „eine Art Oper schaffen, in der ein Repertoire aus Objekten, Gebäuden und architektonischen Rekonstruktionen als Hauptcharaktere auftreten“. Kein Faktensammelsurium, sondern eine sinnlich erfahrbare Situation soll entstehen. Wir sind gespannt!       
Text: Andrea Hilgenstock

Foto: Harry Schnitger

Mariana Castillo Deball im Hamburger Bahnhof, Di–So 10–18 Uhr, Do 10–20 Uhr, 20.9.–1.3.2015

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