Ausstellungen

Märkisches Museum

franziska_nentwigEs stammt aus dem Jahr 1875 und war einst eine Buchhaltungstechnik zur Dokumentation von Schulden. Mit Alltagsgegenständen, Fotos, aber auch mit Kunsterzeugnissen dokumentiert das Märkische Museum die Berliner Stadtgeschichte. Konzipiert als ein Spaziergang durch die Straßen und Plätze Berlins, entdeckt man hinter den Ausstellungs­objekten große und kleine Geschichten und erfährt etwa, wie lange Leierkastenmänner noch zum Alltagsbild gehörten oder erlebt die beginnende Industrialisierung am Sitz der Königlich Preußischen Eisengießerei in der Invalidenstraße. Das Gebäude mit seinem architektonischen Stilmix aus Elementen der norddeutschen Backsteingotik bis zur Renaissance hat bis heute nichts von seiner Imposanz verloren und wurde vom damaligen Stadtbaurat Ludwig Hoffmann mit der Idee konzipiert, die Zeitspanne der Museumsexponate zu visualisieren. Ursprünglich sollte das Museum die Geschichte Berlins und der Mark dokumentieren, was die Namensgebung erklärt. Statt einer lücken­losen Dokumentation von über 800 Jahren Stadtgeschichte konzentriert man sich heute auf ausgewählte Themen, die die Exponate in wechselnde Zusammenhänge setzen, wie beispielsweise in den Kontext der Migration.

Märkisches Museum Am Köllnischen Park 5, Mitte, Tel. 24 00 21 62, www.museumsportal-berlin.de; Di–So 10–18 Uhr, Preise: 5/3 Ђ; Kinder freier Eintritt

Text: Nicolaus Schröder / Mitarbeit Siyuan He

Foto: Robin Kirchner

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