Ausstellungen

Max Beckmann in der Berlinischen Galerie

Max Beckmann in der Berlinischen Galerie

Max Beckmann war ein Berlin-Hipster seiner Zeit: Mit zarten zwanzig Jahren zog es ihn in diese Stadt, auf der Suche nach „etwas Rauschendem Üppigem wie Seide, die man auseinanderblättert und wildem grausamem prachtvollem Leben“,  wie er schrieb. Nur trank man damals noch keine Rhabarberschorle: „Spät aufgestanden а cause de Sekt“. Beckmanns erste Bestellung war laut Kunsthändlerkumpel J. B. Neumann in den einschlägigen Läden immer: „Champagner!“ Beckmann liebte eben die legendären Nachtclubs, die Tanzlokale und Varietйs, wo er die Halbwelt mit ihren Tänzerinnen und Prostituierten studierte.
Leicht kann man Beckmann als konservativen Künstler missverstehen, stand er doch beharrlich auf Impressionismus, verachtete die „Picasso-Schachbrettchen“  und verschmähte die Abstraktion der Moderne, auch Matisse. Andererseits wurde er mit seiner singulären Position selbst zu einer wichtigen Referenz innerhalb der Moderne. Die Ausstellung jetzt zeigt  Werke aus den Berliner Jahren 1904–1914 sowie 1933–1937, darunter auch „Quappi mit Papagei“. Quappi nannte Max seine zweite Frau Mathilde.    

Text: Stefan Hochgesand

Foto: BG

Berlinische Galerie Alte Jakobstr. 124–128, Kreuzberg, ?Mi–Mo 10–18 Uhr, 20.11.–15.2.2016

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