Ausstellungen

Nacht der Villa Massimo im Gropius Bau

Ein Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo und der Deutschen Akademie Rom Casa Baldi ist wohl die bedeutendste Auszeichnung für deutsche Künstler im Ausland – und dazu eine Intellektuellen-WG der besonders schönen Art. Seit fast hundert Jahren schickt Deutschland zehn ausgewählte Künstler für ein Jahr dorthin. Aber was genau machen sie da? Legen sie die Beine hoch und genießen die Sonne? Mitnichten, und davon können sich Zweifler gerne am Abend des 20. Februar in Berlin überzeugen, an dem die Stipendiaten zu Gast im Martin-Gropius-Bau sind: Dann zeigt der Maler David Schnell seine in Rom und Umgebung entstandenen Gemälde und stellt erstmals seine Arbeit für das traditionelle Fest L’infiorata di Genzano bei Rom vor: einen elf Meter langen Teppich aus Tausenden Blüten.

Clemens von Wedemeyer (Foto) ist dabei und wird Filme und Skulpturen aus seinem Projekt „The Cast“ präsentieren. Die Bildhauerin Isa Melsheimer baut eine von der Stadt Rom inspirierte große Glasinstallation, und der Fotograf und Dokumentarfilmer Jaroslav Poncar stellt seine jüngsten Panoramafotografien „Outside of Rome“ aus. Und dass in Rom auch literarische Werke vollendet werden, beweist Schriftstellerin und Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff, denn sie liest an dem Abend aus ihrem neuesten, in Rom fertiggestellten Roman „Pong außerdem redivivus“.

Text: Stefan Hochgesand

Foto: Alberto Novelli / Villa Massimo

Nacht der Villa Massimo im Gropius-Bau Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, Kreuzberg, 20.2., Einlass ab 18.45 Uhr

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