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Neue Malerei und eine sportliche Skulptur von Anton Henning in der Loock Galerie

Loock_Galerie_Anton_Henning_c_JoergvonBruchhausen_CourtesyLoockGalerieHier eine Anspielung auf Renй Magrittes Wölkchen, dort eine auf Amedeo Modiglianis Aktfiguren – Picasso nicht zu vergessen! Selbst altmeisterliche Vorbilder scheinen auf in den skurrilen Gemälden des 50-Jährigen. Sein Stammgalerist Friedrich Loock versammelt eine Auswahl von „9 hypertroph-kontemplativen Ölmalereien und einer sportlichen Skulptur“. Wie der Titel andeutet, erwartet den Besucher eine Ironieoffensive. Porträt „No. 386“ bezeugt, wie es um die Beißerchen eines Rauchers bestellt ist, wenn er den Schlot nicht bald dichtmacht. Überhaupt verteilt der Maler gerne Zähne, Kulleraugen und seltsame Rüssel an seine surrealen Gnome. Über 20 Jahre schlägt der vielseitige Künstler, der auch Möbel entwirft, nun schon experimentelle Haken.

Es geht um Skulptur in der Malerei. So wundert es nicht, dass der Künstler die Sockel für seine Pappenheimer gleich dazu malt. Stile und Genres mischt er virtuos: Er kopiert den Kubismus und Surrealismus nicht einfach, sondern pflegt einen eigenen Ansatz, der die Groteske belebt und auch die Karikatur beherrscht. In der aktuellen Ausstellung gesellen sich eine mit Zeitungsfotos von Jogi Löw und Jürgen Klinsmann beklebte, vegetabile Skulptur sowie ein Leuchtmöbel zu den Bildern. Auf dieser „Mintrex“-Bank kann man sogar Platz nehmen. In eine Gelmatte sind Collagen eingearbeitet – Hennings Fantasie und Experimentierfreude kennen keine Grenzen.

Text: Andrea Hilgenstock

Foto: Joerg von Bruchhausen/ Courtesy Loock Galerie

tip-Bewertung: Sehenswert

9 hypertroph–kontemplative Ölmalereien und eine sportliche Skulptur Loock Galerie, Potsdamer Straße 63, Di–Sa 11–18 Uhr, bis 21.6.

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