Ausstellungen

Neues aus der Berliner Kunstwelt

Pergamon_MuseumSo verzeichnen die Berliner Museen 2007 eine Steigerung von durchschnittlich 16,4 Prozent, während bundesweit nur 4,5 Prozent mehr in die Museen strömten. Die Ausstellungen sind damit auch der Touristenmagnet. Unsere Nofretete wollten im letzten Jahr ebenfalls über eine Million Besucher sehen, ein Zuwachs von mehr als 300.000, nur noch übertroffen von der Neuen Nationalgalerie mit ihren „Schönsten Franzosen“. Am 30. Oktober beginnt um 18 Uhr im Martin-Gropius-Bau die Villa Aurora Nacht. Da kann man sehen, was die letztjährigen Stipendiaten geschaffen haben, die sich hoffentlich von dem Wohnsitz von Lion und Marta Feuchtwanger in Los Angeles haben inspirieren lassen. Vorgestellt werden auch die nächsten Stipendiaten, in der Bildenden Kunst Peggy Buth, Simon Dybbroe Moller und Albert Weiss. Am selben Tag beginnt um 21 Uhr im Atelier Olivia Berckemeyer, Straßburger Straße 6-9, Prenzlauer Berg, die Veranstaltungsreihe Drucksache Kunst, Kunstpublikationen und Kunstpublizistik in Berlin 2008: Buch & Bild. 18 Berliner Künstler, u.a. Tatjana Doll, Axel Geis, Thomas Groetz, Eberhard Havekost, Lisa Junghans, Michael Kalki, Thomas Rentmeister, Thomas Scheibitz, Tim Trantenroth und Thomas Winkler, präsentieren dabei ihren letzten Katalog und ein Kunstwerk.

Kunst im Untergrund gibt es auch wieder auf den Wänden der U-Bahnhöfe Weinmeisterstraße, Bernauer Straße, Voltastraße. 198 Künstler haben sich bei der NGBK beworben, 43 künstlerische Arbeiten zum Thema Glück gehabt werden ab dem 1. November (Eröffnung: 15-17 Uhr) gezeigt, beispielsweise die Arbeit Cash Pool der Bewegung NURR und Florian Göpfert, die einen Geld-Swimmingpool bildlich umgesetzt haben, was für sie eine der obszönsten Möglichkeiten ist, Reichtum als Glück zu erfahren. Oder Victor Lуpez Gonzбlez, der mit „Hoping“ die Versuche von Emigranten thematisiert, das Meer zu überqueren, um Europa zu erreichen. Er glaubt, es sei eine Frage des Glücks, „El Dolorado“ zu erreichen. Im Haus der Kulturen der Welt eröffnet am 8. November um 17 Uhr die Ausstellung Benzin. In einer Acht-Kanal-Raum-Installation von Constanze Fischbeck und Daniel Kötter werden Tauschsysteme in Lagos rekonstruiert. Die beiden Künstler betrachten das Leben auf einer Tankstelle, wo nigerianische Gewerkschafter, Politiker, Zwischenhändler, Journalisten und Taxifahrer von Zirkulation und Stillstand berichten, die acht Jugendliche aus Lagos kommentieren.

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