Ausstellungen

Neues aus der Kunstwelt

Aus Anlass des 100. Geburtstages des Ethnologen Claude Lйvi-Strauss hält am 29. November um 18 Uhr Michael Oppitz im Kinosaal des Martin-Gropius-Baus im Rahmen der Ausstellung Die Tropen seinen Vortrag: „Lйvi-Strauss 100 – ein zerbrochenes Hologramm?“ Darin zeigt er die Hauptlinien in seinem Werk, das er als einen mehrstufigen Prozess vorstellt: Erforschung der Verwandtschaftsstrukturen, die Auseinandersetzung mit den Denkweisen der Eingeborenen und die Rekapitulation der in seinen frühen Dreißigern gemachten Erfahrungen unter den Indianern Brasiliens – als Basis jeder theoretischen Überlegung. Anschließend gibt es den Dokumentarfilm „Claude Lйvi-Strauss, das Selbstbildnis des Ethnologen“ von Pierre-Andrй Boutang. Darin enthalten sind Ausschnitte aus Interviews mit dem großen Forscher, die Einblick geben in Leben und Werk des Kulturantropologen sowie Statements von einigen Menschen, die Lйvi-Strauss’ Beitrag zur Ethnologie auch kritisch beurteilen.
Dass man auch mit Legosteinen große Kunst schaffen kann, beweist Anke Mila Menck bei Diehl Projects in der Zimmerstraße 88, Mitte. 250 cm x 250 cm x 1,6 cm misst das schwarze Quadrat, an dem der Betrachter nur schwer vorbeikommt. Wenn Sie das zu Hause nachbauen sollten, haben Sie aber nur ein schwarzes Quadrat aus Legosteinen, aber keine Kunst.
Der Januar verspricht spannend zu werden, wird in der Akademie der Künste am Pariser Platz doch eine Ausstellung gezeigt, die es mit Sicherheit in sich hat. Die Akademie und die Künstlergruppe BBM beschäftigen sich mit Embedded Art. Das Thema des Projekts ist „Kunst im Namen der Sicherheit“. Dabei handelt es sich um Arbeiten von Künstlern, die sich mit dem Konflikt von Terror und Angst beschäftigen.
Im Medizinhistorischen Museum der Charitй, Charitйplatz 1, Mitte, zeigt Ricoh Gerbl eine Ausstellung mit dem Titel Thank You for Judging, in der die Künstlerin Fotografien von und mit Behinderten zeigt, die ganz und gar nicht der gängigen Polarisierung von behindert/nichtbehindert folgen. Sie hat emotio­nale Zustände fotografiert, die auch mit Isolation und Bindungslosigkeit bezeichnet werden können.

Foto: David Zink Yi

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