Ausstellungen

Neues aus der Kunstwelt in Berlin

Junge Kunstinteressierte sind in der Ausstellung „Bilderträume. Die Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch“ auch in den Sommerferien willkommen. Kunstbetrachtung vor Originalen und praktische Workshops mit Künstlern und Kunst­historikern öffnen das Museum als erlebnisreichen Ort für Kinder und Jugendliche. Zwei Themen stehen im August zur Auswahl: Wenn der Zufall die Fantasie erträumt … für Kinder von 5 bis 8 Jahren: Di 25. bis Do 27., 10-13 Uhr, für Kinder von 9 bis 12 Jahren: Di 11. bis Do 13., 10-13 Uhr. Das Experiment Zufall ist für Jugendliche ab 13 Jahren: Di 18. bis Do 20., 10-13 Uhr, Kosten: 40 Euro (inkl. Material). Die Kurse beginnen am ersten Tag in der Neuen Nationalgalerie (Adresse + Öffnungszeiten), die folgenden Tage finden in den Ateliers der Sammlung Scharf-Gerstenberg in Charlottenburg statt. Anmeldung und weitere Informationen unter www.bildertraeume.org, Infoline: 266 42 42 42 (Mo-Fr 9-16 Uhr).

Jenseits der Gedenkroutine errichtet der Berliner Kunstverein Artitude e.V. an ebenso vergangenheits- wie zukunftsträchtigem Ort ein von jedermann gestaltbares Temporäres Denkmal aus Mauersegmenten. Die Installation ist ein Erin­nerungsort des Vergänglichen, eine Projektionsfläche für die geschriebenen Namen seiner Besucher, für Graffiti, Malerei, Skulpturen und Performances. Write the Wall dokumentiert die Ereignisse automatisch und fortlaufend auf seiner In­ternetplattform. Das „Temporäre Denkmal“ steht bis Ende November 2009 zur freien Gestaltung im Kunstquartier Hei­destraße. Ein breites Rahmenprogramm zu vernachlässigten Mau­er­themen im einstigen Senatsreservenspeicher in Kreuzberg ergänzt den künstlerischen Fokus. Wie bis zum 9. November 1989 im geteilten Berlin steht es Künstlern und Besuchern frei, die „Westseite“ des Betons zu gestalten, während die andere Seite erzwungen unberührt bleibt. Es entsteht eine West-Side-Gallery, an der Momente des Besuchs und der Gestaltung fortlaufend festgehalten und archiviert werden. Dokumentation unter www.writethewall.net.

Die River-Side-Gallery auf der Rückseite der East Side Gallery an der Berliner Mauer soll ein Ort für wechselnde Fotografie-, Malerei- und Street-Art-Gestaltungen werden. Einen entsprechenden Antrag haben die Grünen in das Bezirksparlament eingebracht. „Die River-Side-Gallery soll keine Kopie der East Side Gallery sein. Wir wollen mit der wechselnden Mauergestaltung mit künstlerischen Mitteln wie Malerei über Fotografie bis Street-Art eine zeitgenössische, konzeptionelle Auseinandersetzung mit diesen großen Flächen im öffentlichen Raum ermöglichen“, sagt Elvira Pichler, kulturpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion. Nach den Vorstellungen der Grünen könnten Künstler einzeln oder in Gruppen zweimal jährlich bei einem offenen Wettbewerb Konzepte für die temporäre Gestaltung der Gesamtfläche oder größere Teilflächen der Mauer einreichen.

Nach 30 Jahren verlegt die Galerie Poll am 18. September ihren Standort nach Mitte zwischen Museumsinsel und Hackeschen Markt in die Anna-Louisa-Karsch-Straße 2. Durch die Nähe zur klassischen Präsentation von Kunst auf der Museumsinsel fügt sich die Galerie, die sich mit ihren Schwerpunkten Realismus und Figuration stets einem klaren Profil verschrieben hat, am neuen Standort gut in die Kunstlandschaft nahe den Staatlichen Museen ein. In den Räumen am Lützowplatz finden bis Ende des Jahres weiterhin Einzelpräsentationen unter dem Rubrum „KUNST SCHAU FENSTER BERLIN“ statt.

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