Ausstellungen

Neues aus der Kunstwelt Berlins

Der Preis der Nationalgalerie für junge Kunst wird am 22. September zum fünften Mal verliehen. Vorab können Interessierte die Nominierten im Gespräch kennenlernen. Am Mittwoch, den 15. Juli spricht Dominic Eichler („Frieze Magazine“) über Danh Vo und Eva Maria Stadler (Augarten Contemporary, Wien) über Keren Cytter. Die Künstlergespräche beginnen um 20 Uhr in der Na­tionalgalerie im Hamburger Bahnhof in der Invalidenstraße 50/51.

Ärger in Pankow: In den letzten Wochen hat sich ein Aktionsbündnis Berliner Künstler gebildet, die gegen Kulturabbau in Pankow protestieren. Schon für 2009 wurden nach einer Haushaltssperre sämtliche Fördermittel für freie Kulturprojekte gestrichen. Jetzt sehen die Künstler auch die Exis­tenz des Kulturzentrums am Thälmann-Park in Gefahr. In dem Haus, in dem die Wabe, die Galerie Parterre und das Theater unterm Dach (Foto) Platz gefunden haben, sollen Teile eines Kinder- und Kulturzentrums aufgenommen werden. Für alle wird der Platz wohl nicht reichen.

Für Anfang Juli plant Michael Schröder den Beginn seiner Aktion 48hours-art. „Immer an anderen Orten, vergessen, neu, perfekt wie unfertig, quer durch die Stadt“ sollen Künstler ausstellen. Aber jeweils nur von Freitag bis Sonntag. Alle Aktionen sollen auf der Homepage www.48hoursart.com ar­chiviert werden. Noch sucht Schröder Mitstreiter und interessierte Künstler.

Auch in Mitte könnte es Ärger geben. Wie nun bekannt wurde, ist der Wettbewerbssieger um den Bau des Humboldtforums, Franco Stella, nicht berechtigt gewesen, an dem Architekturwettbewerb teilzunehmen. Das Bundesbauministerium hatte auch gegen Proteste von kleineren Architekturbüros Richtlinien für die Teilnahme festgelegt, die absichern sollten, dass die Teilnehmer einem solch großen Projekt gewachsen sind. Diese Richtlinien seien von Stella jedoch nicht erfüllt gewesen. Ob das ohnehin nicht sehr beliebte Projekt nun infrage steht, bleibt abzuwarten.

Vom 17. bis 19. Juli öffnet die Uni­versität der Künste ihre Türen in­teressierten Besuchern zum Rundgang 09. In Ateliers, Werkstätten und Studios, auf den Probebühnen und in den Seminarräumen zeigen die Studierenden der vier Fakultäten Bildende Kunst, Gestaltung, Musik und Darstellende Kunst und des Zentralinstituts für Weiterbildung Teile aus ihrem künstlerischen Schaffen. Das Programm gibt es unter www.udk-berlin.de. 

Unter dem Motto „… und jetzt?“ lädt der Deutsche Künstlerbund zur Diskussionsrunde zum Gestaltungswettbewerb für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin. Moderiert vom Jour­nalisten Prof. Manfred Eichel sprechen Prof. Michael Braum, Vorsitzender des Vorstandes der Bundesstiftung Baukultur, Michael Frielinghaus, Präsident des Bundes Deutscher Architekten BDA, Werner Schaub, Vorsitzender des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler, Prof. Arno Sighart Schmid, Präsident der Bundes­architektenkammer, und Jo Schöpfer, Vorstand Deutscher Künstlerbund, über den Stand des umstrittenen Projektes. Los geht es am Montag, den 13. Juli 2009, um 19 Uhr im Projekt­raum des Deutschen Küns­tler­bundes, Rosenthaler Straße 11, Mitte.

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