Ausstellungen

Neues aus der Kunstwelt in Berlin

Ausstellung in den Uferhallen_von Susanne Kraus
Der Monat der Fotografie besitzt unglaublich viele Facetten. „Berlin – Als gäb’s kein Morgen“ heißt die Ausstellung von 15 Studenten des 7. Semesters der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Fachbereich Gestaltung, Schwerpunktfach Fotografie. Im Allianzhochhaus, An den Treptowers 3, Treptow, zeigen sie bis 15. Januar 2009 (Di-So 11-18 Uhr) Fotoserien zu Themen wie Fun World, Musiker, Ruhemomente, Wohnraum, Ba­den­gehen, Wahlheimat Berlin oder Imbissbuden. Tatsächlich findet man dort wirklich Eindrücke, die einem nicht bekannt waren.

In den Uferhallen, den Hallen des ehemaligen BVG-Omnibus-Betriebshofs, werden anlässlich des Monats der Fotografie verschiedene Ausstellungen präsentiert. Die Gruppenausstellung „Die Annahme von Werten“ zeigt sechs unterschiedliche Positionen von Berliner Fotografinnen, die jeweils einen anderen Werte-Aspekt fotografisch untersuchen. „The Danube River Project von Andreas Müller-Pohle ist langweilig und spannend zugleich. Es ist anstrengend, den Fluss von der Quelle bis zur Mündung zu verfolgen und die Daten zur jeweiligen Wasserqualität mitzubekommen. Die begehbare Großbildkamera Imago der Künstlerin Su­sanna Kraus ist der Höhepunkt der Ausstellung. Sie bietet die Chance, das Innenleben einer Kamera in überdimensionaler Größe zu erfahren und selbst lebensgroße Porträts herzustellen. Jeweils an den Wochenenden werden mehrere Veranstaltungen, Symposien, Screenings und Konferenzen sich mit verschiedenen Aspekten und Fragestellungen der Fotografie aus­einander­setzen. Wichtig ist selbstverständlich dort auch noch die Ausstellung der Reporter ohne Grenzen, die mit ihren fotografischen Statements belegen, dass es ohne Pressefreiheit weder
Demokratie noch Kunst geben kann. Uferhallen Berlin, Ufer-straße 8-11, Wedding, Di-So 12-19 Uhr.

Auch die Karl Hofer Gesellschaft hat eine Ausstellung zum Monat der Fotografie. Die drei Stipendiaten Anja Knecht, Nikolas Theilgaard, Anna S. Hand führen mit „Gestillte Sichten“ im Haus am Kleistpark, Grunewaldstraße 6/7, Schöneberg, Di-So 10-19 Uhr, bis 7. Dezember auf sehr unterschiedliche Weise die mediale Bedingtheit ihrer Bilder vor Augen. Die mit der Lochkamera produzierten Nachtaufnahmen von Anna S. Hand sind abstrakte Zeugen des städtischen Lichterscheins. Nicolas Theilgaard macht Unsichtbares ein wenig sichtbarer, und Anja Knecht wiegt sich im Farbenrausch.

Elledorado e.V., der lesbisch-schwule Förderkreis Berlin, wird zehn Jahre alt. Das feiert der Kreis mit einer Kunst­auktion am 10. Dezember in der Berlinischen Galerie. Vorher kann man sich in der Lorch + Seidel Galerie, Tucholskystraße 38, Mitte, Di-Fr 13-19 Uhr, Sa 12-18 Uhr, ab 18. November, 19.30 Uhr, die 50 bis 60 aktuellen Kunstwerke, etwa das von Daniela Flörsheim, ansehen, um in Bieterlaune zu kommen. Der Auktionserlös kommt zur Hälfte dem Teddy Award, zur anderen Hälfte innovativen Projekten zugute, die lesbische, schwule und transiden­te Lebenswelten darstellen.
Der Skulpturenpark Berlin Zentrum zeigt seit neues­tem Daniel Seiples „Fontäne„, einen Wasserfall, der sich über die Ruinen alter Häuser ergießt. Täglich von 9-10 Uhr, 13-14 Uhr und 16-17 Uhr kann man das Schauspiel/Hörspiel besichtigen, erlauschen und genießen auf der Brache Seydelstraße, Neue Grünstraße, Kommandan­ten­straße, Beuthstraße, in Mitte.

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