Ausstellungen

Orte aus einer anderen Zeit

Thomas Jorion in der Galerie Podbielski Contemporary in Berlin

Der französische Fotograf Thomas Jorion ist auf der Suche nach der Vergänglichkeit, nach diesem Etwas, was neben der Zeit besteht. „Meine Arbeit basiert auf unserer Wahrnehmung von Zeit, wie sie vergeht. Das Fehlen von Linearität interessiert mich besonders“, sagt er. Und so zeigen seine Bilder wie auf der Flucht verlassene Gebäude, heruntergekommene ehemalige Prachtbauten oder auch einfach nur zerfallene Räume, die von einer anderen Zeit erzählen. Häufig fotografierte Jorion in alten Fabrikgebäuden und Tagebauten, die er auf der Suche nach spannenden Motiven in Japan, den USA, Frankreich und Italien entdeckte. Die zwischen 2007 und 2013 aufgenommen Bilder der Serie „Rйvolution йteinte“ (zu Dt.: Erloschene Revolution) zeigt Orte, die in der Vergangenheit festzustecken scheinen, in denen man das Leben, das hier gespielt hat nur noch erahnen kann, die eindrücklich den Lauf der Zeit zeigen – diese Atmosphäre von Ende und Aufbruch hält Jorion fest und lässt sie mit gekonnter Bildeinteilung auf den Betrachter wirken. Mal erwecken die Räume eine gewisse Melancholie, mal wirken sie so leer, das es einen fröstelt. Jetzt zeigt der 37-Jährige seine erste Einzelausstellung in Deutschland in der Berliner Galerie Podbielski Contemporary. 

Text: Lea-Maria Brinkschulte

Foto: Thomas Jorion

Thomas Jorion: Timless Islands, Podbielski Contemporary, Koppenplatz 5, Mitte, Di-Sa: 12-18 Uhr, 12.9. – 9.11.2013

Vernissage: Do 12.9.2013, 19 Uhr

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