Ausstellungen

„Painting Forever!“: Drei Ausstellungen in der Kurzkritik

painting-foreverHügel und Zweifel
Franz Ackermanns Welt ist eine Farborgie, und dabei bestens kalkuliert. Er ist der Maler, der Beschleunigung, Reizüberflutung und Globalisierung unserer Zeit ausdrückt, ohne sie explizit zu thematisieren. Letztlich spiegelt seine imposante Rauminstallation aus abstrakter Wand-Malerei und dokumentarischen, fotografischen Einsprengseln den transitorischen Charakter des Lebens.
Berlinische Galerie Alte Jakobstraße 124–128, Kreuzberg, Mi–Mo 10–18 Uhr, bis 31.3.

To Paint is to Love Again
So ganz neu ist das nicht, was die Damen zeigen, insbesondere Giovanna Sarti, die eine blaue Abstraktion „Das Werden“ betitelt, aber trotzdem interessant. Während Antje Majewski mit Hündchen langweilt, signalisiert Katrin Plavcak politische Haltung. Sie reflektiert Geld, Banken und Finanzkrise. „Bis jetzt verlässt noch kein Cent den Orbit, außer in Form von Menschenhand produziertem Weltraumschrott“ – ein hintersinniges Mobile aus Moos. 
Deutsche Bank Kunsthalle Unter den Linden 13–15, Mitte, Mo–So 10–20 Uhr, bis 10.11.

Keilrahmen
Alle 74 Gemälde passen an eine Wand, aus einem scheint das nächste zu wachsen. Naturhaftes mischt sich mit Abstraktem, Comic-Art mit Realismus. Nach Farben sortiert, findet sich eine blaue Seite und eine, die mehr dem Pink zuneigt. Das ist gut gemacht, aber dürftig in der Ausbeute. Das Spektrum reicht von der packenden Malerei Erik Schmidts über das Spargel-Abbild von Ulrich Lamsfuß bis zum Gemälde wie vom Flohmarkt. Ob das Berg-See-Bildchen Ull Hohns hierher gehört?

Kunst-Werke Auguststraße 69, Mitte, Mi–Mo 12–19 Uhr, Do 12–21 Uhr, bis 10.11.

Texte: Andrea Hilgenstock

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