Ausstellungen

Gegen die Zwangsversteigerung des Tacheles

TachelesDabei spielten sie am Montag (28. März) unter anderem einen Boxkampf mit dem Verwalter des Grundstücks, der HSH Nordbank, nach. Mit Kunstwerken und Performances wollten die Künstler ein Zeichen für den Fortbestand des Tacheles setzen. Am 4. April soll das Kunsthaus zwangsversteigert werden.

Die HSH Nordbank hatte in der Vergangenheit Forderungen des Trägervereins Tacheles e. V. abgewiesen, nach denen der von Künstlern genutzte Teil von rund 1200 Quadratmetern in der Kaufhausruine in der Oranienburger Straße in eine öffentliche Stiftung umgewandelt werden sollte. Der Verein will in den Räumen bleiben. Auch der Berliner Senat ist am Erhalt des bedrohten Kunsthauses interessiert. Er wollte die Räumung verhindern, hatte damit aber ebenfalls keinen Erfolg.

Die HSH Nordbank, die das Gelände nach der Zahlungsunfähigkeit des früheren Eigentümers verwaltet, will das gesamte Areal möglichst gewinnbringend und deshalb ohne die Künstlerinitiative als Altmieter versteigern. Nach Gerichtsangaben sind 16 Grundstücke mit insgesamt rund 23 000 Quadratmetern von der Zwangsversteigerung betroffen. Der Verkehrswert der Flächen liegt bei rund 35 Millionen Euro.

Quelle: dpa

Foto: Helga Ewert 

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