Ausstellungen

Renй Block: Archiv der Avantgarde

Renй Block: Archiv der Avantgarde

Der junge Renй Block (rechts) mit Richard Hamilton

Er war einer der jüngsten, aufsehen­erregendsten und best­vernetz­ten Galeristen der frühen West-Berliner Jahre: Renй Block. Der Kunstkenner, Sammler und Kurator hat eine bewegte Kunst­epoche mit­erlebt und gestaltet und begleitet bis heute junge Künstler auf ihrem Weg in die Welt. In den frühen 1960er-Jahren, da war er 22, eröffnete er seine erste Galerie in der Kurfürsten­straße. Klienten und Freunde waren von Anfang an Wolf Vostell, Sigmar Polke, Gerhard Richter, KP Brehmer. Und natürlich Joseph Beuys, dessen Arbeit „The Pack“ er 1969 für 100.000 DM verkaufte – für ein deutsches Werk damals eine un­erhörte Summe. Danach wurde Block mehr und mehr auch zum Kurator, zum Beispiel als Leiter der Kunsthalle Fridericianum in Kassel. 2007 bis 2013 führte er mit einem Partner den Projekt­raum Tanas, einen extrem spannenden Ort für türkische Kunst in Berlin. Block wird einfach kein bisschen müde, ist immer weiter neugierig. Aus dieser gesamten Schaffens­zeit sind jetzt in der Berlinischen Galerie in der Ausstellung „Ich kenne kein Week­end“ Kataloge, Flyer, Kritiken, Plakate und kurze Filme zu sehen – und damit auch die Geschichte der West-Berliner Avantgarde seit den frühen 1960ern.
In einer zweiten Ausstellung  mit gleichem Titel im Neuen Berliner Kunstverein werden dagegen Objekte und kleine Kunstwerke aus Blocks Sammlung zu sehen sein, die er bis heute unter anderem in seiner „Edition Block“ kuratiert und ausstellt.     

Text: Iris Braun

Foto: Hilde Zenker / Künstler-Archive Berlinische Galerie / Berlinische Galerie
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Berlinische Galerie Alte Jakobstr. 124-128, Kreuzberg, Mi–Mo 10–18 Uhr, 16.9.–15.2.2016

Neuer Berliner Kunstverein Chausseestr. 128-129, Mitte, Di–So 12–18 Uhr, Do 12–20 Uhr, 16.9.–24.1.2016

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