Gruppenausstellung

Silent Empire im Funkhaus Berlin

Ausstellung im „Negativort“: Mit dem Resonanzkörper im Funkhaus Berlin wird ein bisher versteckter Ort von der Kunst erschlossen

Foto: Rosie Unteregelsbacher / Funkhaus Berlin

Ein Resonanzkörper ist ein rätselhafter Unort. Eigentlich nur da, um etwas Körperloses wie Akustik zu ermöglichen, ist er dennoch ein realer, wenn auch nicht öffentlicher Raum. Im Falle des Resonanzköpers im Funkhaus Berlin ändert sich das jetzt, das karge Betonkonstrukt an der Rückseite des großen Saals wird bei dem Projekt „Silent Empire“ von den beiden Kuratorinnen Janine Eggert und Sibylle Jazra mit Kunst gefüllt. Sie zeigen hier beispielsweise die Videoarbeit „Supernature“ der Künstlerin Lotte Meret Effinger, die Diaprojektion ­„Einriss“ der Berlinerin Anke Völk und Okka-Esther Hungerbühlers skulpturale Arbeiten wie „Gartenparty“ – allein diese wirkt wie ein heiteres Gegenmodell zu der Kargheit des fensterlosen Ausstellungsraumes. Der ist trotzdem oder gerade deswegen unbedingt einen Besuch wert, vom 8. bis 16. September lässt sich dieses versteckte Reich nicht nur begehen, sondern dank der Kunst auch als ganz neuer Ort erfahren.

Funkhaus Berlin Nalepastr. 18 – 50, Oberschöneweide, 8.–16.9, Fr 8.9. 17–23 Uhr, Sa 9.9. 17–20 Uhr, So 10.9. 14–18 Uhr, Do14.9.– Sa16.9. 15–19 Uhr

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