Ausstellungen

Silent Green in Wedding

Neues Weddinger Kulturquartier: Im ehemaligen Weddinger Krematorium baut ein privater Verein ein neues Quartier für Ausstellungen und Performances auf: das Silent Green.

Silent Green in Wedding
Im Silent Green
Foto: Erik Heier

Sich die Radieschen von unten ansehen. In dieser Halle würde der Ableben-Kalauer passen. Wenn die Decke nicht wäre. Und es oben auf dem Rasen überhaupt Radieschen gäbe. Der Rasen gehört zum Gelände des 2001 stillgelegten Krematoriums im Wedding, das seit Frühjahr 2013 zum neuen Kunst-, Experimentier- und Kulturquartier Silent Green ausgebaut wird.

Im 2.400 Quadratmeter großen unterirdischen Gewölbe gab es 817 Leichenlagerplätze und elf Seziertische, die Zugänge sind im Bild oben rechts noch zu sehen, neben den Leitungen für die Sprinkleranlage. „Brandschutz im Krematorium!“, wie der Filmemacher und Immobilienentwickler Jörg Hartmann, Geschäftsführer von Silent Green, amüsiert sagt. Binnen zwölf Monaten soll der Ort permanent bespielt werden: Ausstellungen, Performances, Konzerte.  Zum einen in der eindrucksvollen Trauerhalle.  Zum anderen eben im unterirdischen Gewölbe. Dort zieht Bewegtbildkunst ein. Wenn es in zwei Jahren saniert ist. Viel Raum für Ideen.

Silent Green Gerichtstraße 35, Wedding, www.silent-green.net

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