Ein ehemaliges Vier-Sterne-Hotel im Zentrum Berlins wird für einen Monat lang zu einem begehbaren Kunstwerk. Die Ausstellung „The Dark Rooms Hotel“ von den Macher:innen von „The Dark Rooms Vertical“ und „Himmel unter Berlin“ präsentiert vom 11. April bis zum 25. Mai Licht- und Soundinstallationen, die von internationalen Künstler:innen kreiert wurden. Der genaue Standort bleibt geheim – erst 48 Stunden vorher wird den Besucher:innen die Adresse mitgeteilt. Was euch erwartet, lest ihr hier.

„The Dark Rooms Hotel“ taucht ein verwaistes Hotel in völlige Dunkelheit
In pulsierenden Städten wie Berlin scheint es manchmal so, als seien Ruhe und Zeit kostbare Privilegien. Die Stadt ist ständig in Bewegung. Und auch der Ort, an dem die Ausstellung „The Dark Rooms Hotel“ ein verwaistes Hotel zur Kunstausstellung werden lässt, war einst voller Leben. Hier kamen und gingen zahlreiche Menschen, sie feierten, liebten, stritten und träumten. „Die Räume tragen noch immer diese unsichtbaren Geschichten in sich“, heißt es auf der Website. Vom 11. April bis zum 25. Mai haben Besucher:innen im Rahmen der Ausstellung „The Dark Rooms Hotel“ die einmalige Gelegenheit, das verlassene Hotels zu besuchen. Auf zehn Ebenen werden Licht- und Soundinstallationen von 15 internationalen Künstler:innen zu sehen sein. Die meisten der Arbeiten, die unter anderem von Rabih Mroué, Jin Lee, Markus Graf, Wiebke Maria Wachmann und Yasuhiro Chida entworfen wurden, sind Premieren und werden in Berlin zum ersten Mal gezeigt.

Insgesamt 15 Künstler:innen zeigen bei „The Dark Rooms Hotel“ Licht- und Soundinstallationen
Einen Monat lang haben Kunstinteressierte die Chance, die unterschiedlichen Installationen in dem neunstöckigen Hotel zu sehen. „Die Werke erzählen Geschichten, die sonst im Verborgenen bleiben würden – Themen, die wir vermissen und die unsere Gesellschaft zu übersehen scheint“, heißt es dazu auf der Website. In völliger Dunkelheit werden die Räumlichkeiten des alten Hotels zum Leben erweckt und erinnern dabei auch an die Geschichte des Ortes. Ohne klare Abfolge könnt ihr euch auf den verschiedenen Ebenen bewegen, in denen sich die audiovisuellen Kunstwerke befinden – und verlasst euch in der Finsternis auf andere Sinne. Dabei ermöglichen es die stummen Flure mit ihren dicken, abgenutzten Teppichböden, fast lautlos durch die verwaisten Korridore zu gleiten. „The Dark Rooms Hotel“ bietet die letzte Gelegenheit, das Bauwerk zu besuchen – kurz nach Beendigung der Ausstellung wird das Gebäude abgerissen.

„The Dark Rooms Hotel“ ist nicht die erste Kunstveranstaltung des Teams
Seit 8 Jahren plant das Kollektiv verschiedenste Ausstellungen und Festivals in Berlin. Im Jahr 2016 riefen sie in den verlassenen Gemäuern der Willner Brauerei erstmalig die Reihe „The Dark Rooms“ ins Leben. Die beiden Ausstellungsmacher:innen Clara und Sven Sauer haben Kunstevents wie „Tulip Mania“ am Kurfürstendamm, „The Dark Rooms Exhibition“ oder das „LOST Art Festival“ veranstaltet. Laut den beiden steht hinter ihren Ausstellungen ein psychologischer Mechanismus, der die Besucher:innen dazu veranlassen soll, sich wieder stärker mit der Kunst zu beschäftigen. Nachdem die ersten beiden Ausstellungen „The Dark Rooms Vertical“ und „The Dark Rooms Vertical“ mit Boris Acket im vergangenen Jahr so erfolgreich liefen, geht die Ausstellungsreihe jetzt mit „The Dark Rooms Hotel“ vom 11. April bis zum 25. Mai in die nächste Runde. Mit einem Fokus, der nur auf Kunst liegt.
Tickets für „The Dark Rooms Hotel“
Tickets für „The Dark Rooms Hotel“ könnt ihr unter diesem Link kaufen – viele Termine sind schon ausverkauft. Ihr müsst mindestens 18 Jahre alt sein, um an der Veranstaltung teilzunehmen. Die Eintrittskarten sind personalisiert, damit euch 48 Stunden vor Beginn der Ausstellung die bis dahin geheime Location mitgeteilt werden kann.
- The Dark Rooms Hotel 11.4.–25.5., mehr Infos zur Ausstellung hier
2025 geht das Lost Art Festival erneut an den Start – die Infos. Ein langes Wochenende steht an: Die besten Veranstaltungen zu Ostern 2025 in Berlin findet ihr hier. Weitere Ausgehmöglichkeiten: Events im April – 12 Highlights des Monats. Auch gut: Die Ausstellung „We Felt A Star Dying“ von Laure Prouvost im Kraftwerk Berlin. Was es sonst Neues an Ausstellungen gibt, was sich lohnt und was endet, gibt es immer hier zu lesen. Die wichtigsten Ausstellungen des Jahres: Wir geben euch einen Überblick über das Kunstjahr 2025. In unserer Ausstellungs-Rubrik findet ihr immer gute Tipps. Eintauchen: Immersive Ausstellungen in Berlin. Ausstellungen nach Feierabend: Wir zeigen euch, wo ihr Abends in Berlin ins Museum gehen könnt. EinPersönlichere Empfehlungen gibt es hier: Lieblingsmuseen der tip-Redaktion. Bildung mal anders: Außergewöhnliche Museen in Berlin haben wir hier für euch.


