Ausstellungen

Thomas Hirschhorn im Schinkel Pavillon

Thomas Hirschhorn im Schinkel Pavillon

Durch die Decke des Ausstellungsraumes bricht das Unbehagen herein. Wie eine höhere Macht dringt eine Skulptur aus freiliegenden Rohren und Kabeln durch die Oberdecke des Schinkel Pavillons. Der Schutz des Daches verschwindet, und das, was darunter verborgen lag, wird entblößt.
Mit dem schützenden Dach schwindeen auch die Symbolik und Integrität des Ausstellungsraumes als Institution. Folge: Der Betrachter wird quasi ungeschützt mit dem Kunstobjekt konfrontiert. Hirschhorn, Vertreter der Schweiz bei der Venedig-Biennale 2011, dekonstruiert den Schinkel Pavillon geradezu. Der Ausstellungsraum selbst wird zum Exponat – mit all seinem Inventar, sogar dem Publikum. Wenn das nicht konventionelle Konzepte von Werk, Betrachter und Exposition über Bord wirft!        

Text: Dur

Foto: Thomas Hirschhorn

Thomas Hirschhorn im Schinkel Pavillon, bis 28.9.

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