Ausstellungen

Tropen – Ansichten von der Mitte der Weltkugel

Tropen

Diesen Herbst wird ein außergewöhnliches Projekt dafür sorgen, dass es in Berlin noch einmal richtig heiß wird: Die Ausstellung „Tropen – Ansichten von der Mitte der Weltkugel“ beschäftigt sich mit einer Klimazone, die die Fantasien und Sehnsüchte der Europäer schon seit Jahrhunderten beflügelt und dabei vor allem mit Wildwuchs, Unsitte und Desorganisation in Verbindung gebracht wird.

Ab dem 5. September sollen die gängigen Tropenklischees korrigiert werden; dazu stehen Arbeiten von 40 zeitgenössischen Künstlern aus aller Welt, darunter Marcus Chaves, Andreas Gursky, Fiona Tan, rund 200 Exponaten aus den reichhaltigen Sammlungen des Ethnologischen Museums gegenüber. Die Ausstellung, auch das ist außergewöhnlich, ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem Goethe-Institut und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. In ihrem Ansatz, Altes thematisch mit Neuem zu verknüpfen und dadurch überraschende Zusammenhänge herzustellen, könnte sie Modellcharakter für die zukünftige Bespielung des Humboldt-Forums haben, das als zentrale Schaustelle für außereuropäische Kunst auf dem Schlossplatz enstehen soll.


Text:
Heiko Zwirner


Tropen – Ansichten von der Mitte der Weltkugel
Fr 12.9.2008 bis 5.1.2009
im Martin-Gropius-Bau,
Niederkirchner Straße 7,
Mi-Mo 10-20 Uhr;
Service-Telefon: (030) 25 48 64 44

 

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