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Universität der Künste erwartet Ai Weiwei in Berlin

Ai_Weiwei_Never_Sorry_20121754_3_c_Ted_AlcornIn einem persönlichen Brief bat der Präsident der UdK Berlin, Prof. Martin Rennert, den im April 2011 berufenen Gastprofessor Ai Weiwei, Vorstellungen, Wünsche und Pläne hinsichtlich seiner Lehre an der UdK Berlin zu konkretisieren, sodass die Hochschule weitere Vorbereitungen treffen kann. Innerhalb der Universität wurden bereits entsprechende Räumlichkeiten ausgewählt, die Ai Weiwei nach seiner Ankunft zur Verfügung gestellt werden.

„Ai Weiwei zählt zu den international anerkannten, wichtigsten Vertretern der aktuellen Bildenden Kunst. Er ist aber auch ein Künstler, dessen Werk sich künstlerischen, politischen und wissenschaftlichen Fragestellungen widmet.“ kommentierte Prof. Martin Rennert die Berufung Ai Weiweis bei der Pressekonferenz im April vergangenen Jahres. „Nun, da der Ablauf des Hausarrests hoffentlich bevorsteht, bereiten wir uns in Ermangelung genauer Informationen auf die Ankunft Ai Weiweis vor. Wir wissen, dass Ai Weiwei, sobald es ihm ermöglicht wird, seine Arbeit an der UdK Berlin antreten will. Hierfür werden wir die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen.“ Zu diesen gehört, laut Rennert, eine neue, öffentliche Reihe von Veranstaltungen, die voraussichtlich ab Herbst 2012 für zwei Jahre etwa vier Mal jährlich eine intensive Auseinandersetzung mit chinesischer Gegenwartskunst ermöglichen soll. In einer Ringvorlesung, in Seminaren und Workshops werden u. a. Fragen hinsichtlich deren Geschichte, ihrer Positionierung in der Welt und ihrem Bezug zur chinesischen Gesellschaft erörtert. In diese sollen auch die umfangreichen Erfahrungen der UdK Berlin einfließen, die sie durch ihren erfolgreichen Masterstudiengang an der China Academy of Art Hangzhou seit 2006 gewonnen hat.

Bereits im Dezember 2010 begann das Verfahren zur Berufung von Ai Weiwei an die UdK Berlin. Im April 2011 wurde er von der chinesischen Regierung inhaftiert und sein Atelier zerstört. Im selben Monat verkündete die UdK Berlin auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Einstein Stiftung Berlin die Berufung Ai Weiweis in dessen Abwesenheit. Die auf drei Jahre angelegte Einstein-Gastprofessur wird aus Mitteln der Einstein Stiftung Berlin finanziert. Sie wird an der ebenfalls von der Einstein Stiftung Berlin geförderte Graduiertenschule der UdK Berlin angesiedelt sein.

Foto: Ted Alcorn

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