Ausstellungen

Urzeit-Elefanten im Naturkundemuseum

Elefant_Treppenhaus_c_Carola_Radke_Museum_fuer_Naturkunde_BerlinEin indischer Elefantengott namens Ganesha und Medienfiguren wie Disneys Dumbo oder der Hörspiel-Held Benjamin Blümchen belegen die andauernde Faszination der Rüsseltiere. So haben japanische Wissenschaftler im März sogar beschlossen, aus fossilen Überresten ein Wollhaarmammut zu klonen. Elefantenfreunde, die das Gelingen dieses utopischen Vorhabens nicht abwarten wollen, haben in Berlin nun dennoch eine Möglichkeit, sich mit der Frühgeschichte der Dickhäuter zu beschäftigen. Die Sonderausstellung „Elefantenreich“ des Naturkundemuseums ermöglicht etwa herauszufinden, wie der urzeitliche Elephas antiquus vor 200?000 Jahren aussah und lebte. Hauptattraktion der Schau ist das lebensechte Modell eines eurasischen Altelefanten: Der haarige Koloss war viereinhalb Meter groß, zehn Tonnen schwer und seine Stoßzähne genauso lang, wie er selbst hoch war. Zum Vergleich: Die asiatischen Elefanten des Berliner Zoos wiegen maximal 4?500 Kilogramm und erreichen eine Höhe von zweieinhalb Metern. Neben Überresten von 70 Altelefanten können die Besucher außerdem Lebewesen eines ganzen Seebiotops bewundern. Die extrem gut erhaltenen Fossilien wurden 1985 im Geiseltal entdeckt. Diverse vorgefundene Werkzeuge weisen außerdem auf die damalige Anwesenheit des Urmenschen hin.    

Text: Marie Widdrat
Foto: Carola Radte/Museum für Naturkunde Berlin

Elefantenreich. Eine Fossilwelt in Europa
Museum für Naturkunde, Invalidenstraße 43, Mitte, 30.3.,
Di–Fr 9.30–18 Uhr, Sa+So 10–18 Uhr (bis 31.8.),
Eintritt 3,50?/?6?Ђ,
www.naturkundemuseum-berlin.de

Verlosung: 5 x 2 Eintrittskarten
E-Mail bis 10.4. an [email protected], Kennwort: Elefantenreich

 

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