Ausstellungen

Villa Massimo im Gropius-Bau

Birgit_Frank_c_Villa_Massimo_RomDer imponierende Ort lässt sich natürlich nicht nach Berlin transportieren, wohl aber eine Auswahl der künstlerischen Werke, die dort 2012 entstanden sind. Am 21. Februar kommen die Stipendiaten des letzten Jahres in den Martin-Gropius-Bau und stellen dort ihre Arbeit vor. Den Auftakt des Abends macht der Jazztrompeter Till Brönner, später liest die Schriftstellerin Katja Lange-Müller – wenn das Publikum Glück hat, aus ihrem unveröffentlichten, in Rom entstandenen Roman –, die Architektin Birgit Frank baut eine Wanderkapelle auf (Abb), die bildenden Künstlerinnen Jeanne Faust und Eva Leitolf präsentieren Fotografien, der Fotograf Jim Rakete zeigt einen Videoclip für zeitgenössische Musik.

Rakete? Brönner? Lange-Müller? Sind die nicht viel zu bekannt für Stipendien? Die Künstlerförderung der Deutschen Akademie Rom ist eine der wenigen ohne Altersbeschränkung, insofern kommen auch arrivierte Künstler zum Zuge. Und von den zehn Stipendien ist eines so aufgestellt, dass die Jahresstipendiaten weitere Künstler für jeweils einige Wochen einladen dürfen (so kamen Brönner und Rakete), um mit ihnen gemeinsam zu arbeiten. Denn es geht bei diesem Stipendium neben der finanziellen Absicherung vor allem auch darum, eine Atmosphäre des Austauschs zu schaffen, zwischen den Künstlern untereinander sowie zwischen ihnen und der Kunstszene Roms. So ist das Sommerfest der Villa Massimo ein Höhepunkt des römischen Kulturlebens. Und die Nacht im Martin-Gropius-Bau die Einladung an Berlin, auch am Austausch mit der Villa Massimo teilzuhaben.

Text: Stefanie Dörre
Foto: Villa Massimo Rom

Die Nacht der Villa Massimo Martin-Gropius-Bau, Niederkirchnerstraße 7, Kreuzberg, Do 21.2, 19.30–22.30 Uhr,
Eintritt frei

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