Ausstellungen

WILD – Tiere in der zeitgenössischen Fotografie

WILD - Tiere in der zeitgenössischen Fotografie

Eine alte Journalistenregel lautet „Kinder und Tiere gehen immer.“ In der Kunst zählen Tiere zu den ältesten Motiven überhaupt, wie wir aus den Höhlen von Lascaux oder Altamira wissen. Nun zeigt die Alfred-Ehrhardt-Stiftung zeitgenössische Fotografie von Tieren. Doch keine Knuddel- und Streichelkinder wie auf Kalenderblättern werden präsentiert. Einen raffinierten Ausschnitt wählt Max Volk, wenn er das auf das schwarz glänzende Auge eines Quagga – eine Zebra-Art –fokussiert. Frontal fliegt einen Martin Klimas’ Schnee-Eule an. Die seidigen Flügel wirken wie elegante Fächer. Ein fast schon klassisches „Memento mori“-Stillleben ist Ingar Krauss gelungen: Kopfüber steht eine weiße Taube, die Gesetze der Schwerkraft aushebelnd. Neben ihr baumeln zwei Augustäpfel. Schockierend wirkt die Paraphrase auf Leonardos „Dame mit dem Hermelin“: Carina Linge hat eine elegante Schöne aufgenommen, die mit lackierten Nägeln ein gehäutetes Kaninchen zärtelt.    

Text: MJ

Foto: Martin Klimas/ Gallery Cosar HMT

tip-Bewertung: Sehenswert

WILD – Tiere in der zeitgenössischen Fotografie Alfred-Ehrhardt-Stiftung Di–So 11–18 Uhr, ?Do 11–21 Uhr, bis 14.9.

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