Ausstellungen

William Kentridge im Martin-Gropius-Bau

William Kentridge im Martin-Gropius-Bau

Im Winter gab es ja schon Appetizer in Sachen William Kentridge: Das Kulturforum zeigte schwarzweiße Druckgrafiken des Multimediakünstlers und hängte sie neben ebensolche von Dürer. Wer nun fälschlicherweise auf die Idee kam, die Kunstwelt des 61-jährigen Johannesburgers sei zweidimensional schwarzweiß, darf sich im Martin-Gropius-Bau und im Haus der Berliner Festspiele (wo im Juli fünf seiner Performances gezeigt werden) eines Besseren belehren lassen durch die Ausstellung "NO IT IS !": Kentridges "Drawing Lessons" etwa sind autobiographische Lectures, hybride Kunstwerke zwischen Theater, Film und Zeichnung. Hier treibt er seine ohnehin meist transdisziplinäre Arbeitsweise auf die Spitze: autobiographische bis politische Narration, die keinen Halt macht vor hartem Stoff wie der südafrikanischen Apartheid. Das Genre-Spektrum reicht von frühen Zeichnungen bis zum theatralen Schubertliederabend.  Maximedial.    

Text: Stefan Hochgesand

Foto: Courtesy William Kentridge / Marian Goodman Gallery (New York, Paris, London) / Goodman Gallery (Johannesburg, Cape Town) and Lia Rumma Gallery (Naples, Milan)

Martin-Gropius-Bau Niederkirchnerstr. 7, Kreuzberg, Mi–Mo 10–19 Uhr, 12.5.–21.8.

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