Ausstellungen

Zu Gast bei Alexander Ochs

Lea-Maria Brinkschulte

Nicht in seiner Galerie in Kreuzberg. Nein, in seinen neuen Räumen in Charlottenburg, denn die Galerie wird demnächst geschlossen. Stattdessen wird Kunst nun hier gezeigt, in einer ganz normalen Wohnung in der Schillerstraße, ­genauer: in der Privatwohnung von Ochs – die natürlich nicht ganz ­normal ist, sondern wunderschön. Vier helle Räume hat er zum Salon umgewandelt. Hier bringt Ochs unter­schiedliche Künstler und ­Genres zusammen: Vasen der koreanischen Künstlerin Yang-Jae Lee stehen aufgereiht in einer Ecke, ein Bild von Chris Newman hängt über dem Kamin, und Skulp­­turen des polnischen Künstlers Gregor Gaida kriechen in die Wand. Mit ­diesem Konzept, das er ­“Alexander Ochs Private“ nennt, zieht er sich, wie einige andere Galeristen in letzter Zeit auch, aus dem seiner Meinung nach zu stark regulierten Berliner Kunstmarkt etwas zurück und nimmt sich die Freiheit, das zu zeigen, was er will. Eine gute Art, um für Diskurs zu sorgen. Passenderweise gibt er zur Berlin Art Week erstmals die kostenlose Zeitung mit dem treffenden Titel „The Supplement“ heraus, die künftig in unregelmäßigen Abständen erscheint. Am 21.9. um 11 Uhr hat die Öffentlichkeit Gelegenheit, seinen neuen Kunstsalon zu betreten und damit auch in den Diskurs einzutreten. Dann spricht der Künstler Heribert C. Ottersbach mit Reinhard Spieler, dem Direktor des Sprengel Museums in Hannover, über die schwierige Differenzierung von Kunst und Markt.

Aufgrund begrenzter Platz­anzahl wird um Anmeldung gebeten unter: [email protected]

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