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Bell mag im Belleville Store Berlin

BellmagWie sieht die Zukunft der Printmagazine aus? Ausgerechnet ein Modeladen beschäftigt sich mit dieser Frage. Wobei es falsch wäre, den Belleville Store, in dem auch Konzerte und Ausstellungen stattfinden, seine Inhaberin Fredericke Winkler und die vielen anderen, die noch an Belleville mitarbeiten, auf das Modegeschäft zu reduzieren. Sie sind jedenfalls zu dem Ergebnis gekommen, dass Printprodukte im Zeitalter der digitalen Medien ganz besonders aufgemacht sein müssen, und haben sich auch ein ganz besonderes Produkt ausgedacht: eine Black Box, in der sich Kunst und Magazine befinden, limitierte Originale in einer Auflage von 500 Stück.

Ein gutes Dutzend Künstler aus den Bereichen Architektur, Grafik, Musik und Fotografie haben Beiträge in diesen Kasten ge­packt, Andrea Pößnicker die Arbeit „Geldscheine“, Mona Jas eine Do-it-yourself-Installation aus Faltstern und Dia, Frank Schültge Blumm die Spieluhr „Not at Home“. Gemeinsames Thema der Arbeiten ist „blue seven“, das Phänomen, dass die Mehrheit der Menschen Blau als ihre Lieblingsfar­be und die sieben als ihre Lieblings­zahl bezeichnen. Es geht also ums Nachdenken über den Massengeschmack. Fredericke Winkler hat für die zweite Ausgabe der „bell“-Box (die erste erschien 2005) das Designer-Netzwerk Create Berlin als Partner gewonnen, in dessen Showroom eine Ausstellung der beteiligten Künstler zu sehen ist.

Text: Stefanie Dörre

Create Berlin Showroom Wallstraße 16, Vernissage 16.5., 19-22 Uhr, bis 27.6., Mo-Fr 10-18 Uhr; „bell“ kostet 80 Ђ und ist u.a. bei Create Berlin, im Belleville Store Rosa-Luxemburg-Straße 27, Mitte, Mo-Sa 12-20 Uhr, und über www.bell-mag.com
zu bekommen

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