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Bergung des Berliner Lenin-Denkmals

Bergung des Berliner Lenin-Denkmals

Anscheinend gibt es ein 17-seitiges Bergungskonzept, das das geplante Vorgehen akribisch beschreibt. Geborgen werden soll im Besonderen Lenins Steinkopf, der dann in der Ausstellung „Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler“ begutachtet werden kann. 1992 wurde der sieben Tonne schwere Kopf gemeinsam mit den restlichen Denkmalteilen im Müggelwad abgeladen. Das Ausgrabungsverfahren ist aber nicht ganz einfach, denn das Gebiet ist von Zauneidechsen besiedelt. Die Naturschutzbehörde plante deshalb mit Hilfe eines Diplombiologen die Umsiedlung der Zauneidechsen. Wegen dieser dürfen auch keine Journalisten während der Bergung anwesend sein, weil dann Gefahr besteht, die Eidechsen zu zertreten. Auch der Abtransport stellte sich als schwierig heraus – ein Helikopter war zu teuer, also muss jetzt ein Bio-Bagger ran. Immerhin weiß man genau, wo Lenins überdimensionales Haupt ruht, sodass wenigstens da keine Probleme aufkommen sollten.

Text: Nina Mumm

Foto: Bundesarchiv, Bild 183-J0505-0054-001 / Ludwig, Jürgen / CC-BY-SA

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