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Berlin für wenig Geld: Theater & Klassik

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Staatsschauspiel, Freie Szene, Tanz, Impro oder Puppenspiel – das Theater-Angebot in Berlin ist unüberschaubar groß. Und, die gute Nachricht, auch für jedes Budget erschwinglich. Sofern man nicht erwartet, zum Schnäppchenpreis in der dritten Parkettreihe des Deutschen Theaters zu sitzen.

Stadt- und Staatstheater

Unter den großen Sprechbühnen der Stadt hat das Berliner Ensemble eine Besonderheit im Angebot: Bei ausverkauften Vorstellungen im großen Saal gibt es – nur an der Abendkasse – 25 Stehplatzkarten zum Preis von zwei Euro pro Ticket. Das Gorki Theater und die Schaubühne bieten einen Theatertag im Monat. Am Gorki kosten dann alle Tickets zehn Euro, an der Schaubühne gibt es 50 Prozent Ermäßigung auf alle Plätze.
Berliner Ensemble Bertolt-Brecht-Platz 1, Mitte, www.berliner-ensemble.de; Maxim Gorki Theater Am Festungsgraben 2, Mitte, www.gorki.de
Schaubuehne Kurfürstendamm 153, Charlottenburg, www.schaubuehne.de

Privattheater

Die Privattheater bekommen nur Subventionen und sind auf ihre Kasseneinnahmen angewiesen. Entsprechend saftig sind oft die Preise. Im Theater und der Komödie am Ku’damm gibt es aber oft Voraufführungen der Premieren zu sehen – zum Einheitspreis von 19 Euro auch auf Plätzen, die sonst bis zu 47 Euro kosten. Auch Dieter Hallervordens Schlossparktheater zeigt Voraufführungen – zum Einheitspreis von 16 Euro.
Theater am Kurfuerstendamm Kurfürstendamm 209, Charlottenburg, www.theater-am-kurfuerstendamm.de; Schlosspark Theater Schloßstraße 48, Steglitz, www.schlosspark-theater.de

Kinder- und Jugendtheater

Die Preise der Kinder- und Jugendtheater sind auch für begleitende Erwachsene erschwinglich. Ob Theater an der Parkaue, Atze Musiktheater, Theater Strahl, Grips Theater – über 15 Euro zahlt man auch ohne Ermäßigung selten. Das Atze Theater bietet Familientickets (meistens: ab drei Personen für acht Euro), beim Grips Theater geht’s für Erwachsene bei zehn Euro los.
Grips Theater Altonaer Straße 22, ­Tiergarten, www.grips-theater.de, Atze Musiktheater Luxemburger Straße 20, Wedding, www.atzeberlin.de

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Puppentheater

An Puppen- und Figurentheatern gibt es in Berlin eine unüberschaubare Zahl. Das Angebot reicht von der hochprofessionellen Schaubude bis zum Amateurauftritt in der Kinderbuchhandlung. Ein charmantes und erschwingliches Beispiel ist das Theater der kleinen Form in Friedrichshain. Hier zahlen alle, auch die Erwachsenen, den Einheitspreis von fünf Euro (bei Gastspielen sechs Euro).
Theater der kleinen Form Gubener Straße 45, Friedrichshain, www.theater-der-­kleinen-form.de

Freie Szene

Die Freie Szene Berlins arbeitet zum größten Teil unterfinanziert. Auf die Eintrittspreise wirkt sich das nicht aus. Im Theaterdiscounter kostet das teuerste Ticket 13 Euro. Besonders günstig: das Theaterforum Kreuzberg, wo die Tickets schon ab fünf Euro zu haben sind.
Theaterdiscounter Klosterstraße 44, Mitte, www.theaterdiscounter.de www.tfk-berlin.de Eisenbahnstraße 21, Kreuzberg

Tanz 

Berlin ist Tanzmetropole mit einer blühenden Freien Szene. Ein sehr vielfältiges und obendrein günstiges Programm von Nachwuchskünstlern und Profis bieten die Tanzfabrik Berlin in Kreuzberg sowie die Uferhallen im Wedding. Besonders erschwinglich sind die Projekt-Showings mit Eintrittspreisen von vier oder fünf Euro (teilweise auch gratis).
Tanzfabrik Berlin Möckernstraße 68, Kreuzberg bzw. Uferstraße 8/23, Wedding, www.tanzfabrik-berlin.de 

Hochschulen

Tolle Schauspieler erleben, bevor sie berühmt werden – das ist gut und günstig möglich an den Bühnen der Berliner Hochschulen. Empfehlenswert: das bat-Studiotheater der renommierten Ernst-Busch-Hochschule, das sehenswerte Stücke im Angebot hat. Zum Einheitspreis von zehn Euro.
Bat-Studiotheater Belforter Straße 15, Prenzlauer Berg, www.bat-berlin.de

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Hörtheater

Kein Hingucker, aber trotzdem spannendes Theater: Jeden ersten und letzten Sonntag im Monat bietet das HörTheater im frannz club feinste Unterhaltung. Die Sprecher sind prominente Schauspieler – der Eintritt ist frei.
Hörtheater Schönhauser Allee 36, (i. d. Kulturbrauerei), Prenzlauer Berg, www.frannz.com

KlassikKlassik

Nicht nur fast alle prominenten Institutionen haben eintrittsfreie bis kostengünstige Veranstaltungen im Repertoire. Abseits der großen Häuser kann man fantastische Entdeckungen machen. Sei es in Kirchen, im Buchladen oder in den renommierten Musikhochschulen.

Berliner Philharmoniker

Wer sich nicht mit den „Digital Concerts“ der Philharmoniker im Internet begnügen, sondern das Live-Erlebnis haben will, muss in der Regel tief in die Tasche greifen. Außer dienstags. Noch bis zum 17. Juni finden um 13 Uhr die „Lunchkonzerte“ im Foyer der Philharmonie statt: Kammermusik bei freiem Eintritt.
Berliner Philharmonie Herbert-von-Karajan-Straße 1, Tiergarten, www.berliner-philharmoniker.de, Tel. 25 48 80

Weiterlesen: Berlin für wenig Geld : Pop & Rock, Ausstellungen und Freizeit

Musikinstrumenten-Museum 

Jeden Mittwoch um 15.30 Uhr gibt es im Musikinstrumenten-Museum Kammermusik gratis. Auch die Reihe „Jazz im MIM“ donnerstags um 19.30 Uhr ist kostenlos.
Musikinstrumenten-Museum Tiergartenstraße, Tiergarten, www.sim.spk-berlin.de, Tel. 25 48 11 78

Staatsoper

Einmal im Jahr zieht Dirigent Daniel Barenboim mit seiner Staatskapelle auf den Bebelplatz und gibt ein kostenloses Konzert unter dem Titel „Staatsoper für alle“ – das nächste Mal am 1. Juni 2014 um 13 Uhr.
Staatsoper Bismarckstraße 110, Charlottenburg, www.staatsoper-berlin.de, Tel. 20 35 45 55

Pianosalon Christophori

Der Salon bietet eine Konzertreihe mit Hochkarätern der Kammermusik bei gutem Wein. Der Eintrittspreis liegt im Ermessen des Besuchers, der Betreiber wünscht sich einen Einstiegsbetrag von 14 Euro/ Person.
Pianosalon Christophori Uferhallen, Uferstraße 8, Wedding, Anmeldung unter www.konzertfluegel.com

Dussmann-Kurzkonzerte

Mehrmals im Monat stellen KünstlerInnen ihre neuen CDs auf der Kulturbühne des Hauses kostenfrei vor. Die Konzerte dauern zwischen 20 und 30 Minuten, anschließend gibt’s ein Publikumsgespräch. Nächstes Event: am 25.1. um 17 Uhr spielt Pianistin Olga Scheps Chopin.
Dussmann das Kulturkaufhaus Friedrichstraße 90, Mitte, www.kulturkaufhaus.de

Kirchen

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche oder Berliner Dom, Zufluchtkirche Spandau oder Stadtkirche Köpenick: In den Gotteshäusern der Stadt kommen Klassikfreunde ohne oder mit nur kleinem Eintrittsgeld auf ihre Kosten. Die Vielzahl der Konzerte listet die Website Musikinkirchen.de auf.
Kirchen www.musikinkirchen.de

Neuköllner Oper

Neben Staatsoper, Deutscher und Komischer Oper existiert in Berlin noch die Neuköllner Oper, die sich hinter den großen Kollegen nicht verstecken muss. Hier gibt’s zwar keinen Pavarotti. Dafür experimentelle Zugriffe auf klassische Komponisten und jede Menge innovative neue Stücke. Und das zu weit günstigeren Preisen als bei der Konkurrenz. Nach Tagen gestaffelt geht’s am Donnerstag unermäßigt bei 13 Euro los.
Neuköllner Oper Karl-Marx-Straße 131-133, www.neukoellneroper.de, Tel. 68 89 07 77

Konzerthaus

Das von Chefdirigent Ivбn Fischer geleitete Haus bietet ein grandioses Orchester sowie namhafte Solisten und Ensembles aus aller Welt. Die Reihe Espressokonzerte“ bietet mittwochs um 14 Uhr eine Dreiviertelstunde lang Musik vom Feinsten zum Preis von sechs Euro – inklusiv Espresso.
Konzerthaus Gendarmenmarkt, Mitte, www.konzerthaus.de, Tel. 203 09 21 01

Hanns Eisler und UdK

An der Berliner Hochschule für Musik Hanns Eisler sowie an der Universität der Künste sind die Konzerte der Studierenden in der Regel kostenlos zu erleben. Darüber hinaus gibt es an der HfM Reihen wie „Slow Listening“,  „Exzellenzkonzerte“ zum Eintrittspreis von acht Euro oder die Preisträgerkonzerte“ für vier Euro zu erleben.
Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin Charlottenstraße 55, Mitte, www.hfm-berlin.de; Konzertsaal der UdK Hardenbergstraße 32, Charlottenburg, www.udk-berlin.de

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