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Fotografie

Berlin Photo Week 2021: Messe, Workshops, Kameras testen

Ausprobieren, lernen, debattieren: Die dritte Berlin Photo Week bietet Fotointeressierten einen Markt der Möglichkeiten – und bespielt dieses Jahr den Haubentaucher auf dem RAW-Gelände. Johannes Wendland erklärt, worum es geht.

Berlin Photo Week 2021: Wie 2019 wird es auch dieses Mal wieder Installationen und Ecken für tolle Fotos geben. Foto: Kolja Eckert

Berlin Photo Week: Fotografie als kreatives Werkzeug

Liebhaber:innen der Fotografie brauchen nicht zu fasten, obwohl der European Month of Photography (EMOP) nur alle zwei Jahre und damit erst wieder 2022 stattfindet. Denn vom 26. August bis 4. September präsentiert sich zum dritten Mal die Berlin Photo Week. Während sich der EMOP um die künstlerische Fotografie dreht, ist der Blickwinkel der Photo Week deutlich weiter: Geplant ist eine bunte Mischung aus Produktmesse, Workshops, Live-Shootings und Ausstellungen, die sich an eine breite Öffentlichkeit wendet.

Die Gründer des Fotoportals EyeEm – erfolgreicher Akteur der Berliner Start-up-Szene – veranstalteten 2018 die erste Photo Week im Supermarkt an der Jannowitzbrücke. Im Jahr darauf folgte eine größere Version im Heizkraftwerk an der Köpenicker Straße, bereits unterstützt durch einen Foto-Fachverlag. In diesem Jahr ist als dritter Partner die Messe Berlin mit an Bord, die Photo Week firmiert inzwischen als GmbH. Die Veranstalter:innen sind einmal mehr umgezogen und bespielen jetzt das RAW-Gelände in Friedrichshain.

„Wir wollen Fotografie als kreatives Werkzeug präsentieren – in einer Welt, in der das Produzieren von Bildern vollständig in den Alltag integriert ist“, sagt Wolfgang Heinen, Geschäftsführer der Berlin Photo Week. „Weil die klassische Kamera zahlenmäßig aber vom Handy verdrängt wurde, muss man neue Wege finden, um die Faszination der Fotografie zu vermitteln.“ So können Besucher:innen in so genannten Funplaces mit Kameras und Smartphones namhafter Marken fotografieren. Auch haben sie Gelegenheit, namhafte Fotograf:innen – etwa Ava Pivot oder Sallyhateswing – bei der Arbeit am Set zu beobachten. 

Schließlich erzählen gute Fotos auch immer ihre eigenem Geschichten über die Zeiten, in denen sie entstanden. Zum Beispiel über die Orte der Berliner Mauer früher und heute, über die Architektur der Stadt oder auch den Berliner Humor.

Nächtliches Shooting am Pool

In Workshops geht es bei der Photo Weel zudem um nächtliches Shooting am Pool oder Fotowalks durch die Stadt. Podiumsdiskussionen behandeln Themen wie Urheberrecht und die Vermarktung der Fotografie in Galerien. Und natürlich sind auch Ausstellungen zu sehen, wie die Werkschau des experimentellen Berliner Fotografen Heinz Hajek-Halke bei Chaussee 36 in der Chausseestraße 36 in Mitte und die Schau über George Hoyningen-Huene, einem Klassiker der Modefotografie, in der Villa Grisebach in der Fasanenstraße 25 in Charlottenburg.

  • Haubentaucher / RAW-Gelände Revaler Str. 99, Friedrichshain, Hauptfestival 26.–29.8., Mo–So 12–20 Uhr, Tageskarte: 15 €, Workshops ab 29 €,  weitere Veranstaltungen 26.8.–3.9., Tickets und Anmeldungen: www.berlinphotoweek.com

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