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Berlin untersucht die Radfahrerzahlen

Berlin untersucht die Radfahrerzahlen

Dass der Radverkehr in Berlin Jahr um Jahr ansteigt, wird wohl jeder unterschreiben, der hier bereits eine  Weile lebt. Wie bedeutend das Fortkommen auf dem Fahrrad ist, wusste dennoch niemand genau zu sagen. Zwar stellten sich im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung örtlich und zeitlich punktuell immer mal wieder Mitarbeiter an die Straße, die vorbeikommende Radler zählten. Wie Strecken über längere Zeiträume genutzt werden, erfuhr man so jedoch nicht.

Das wird nun anders. Seit Juni 2015 gibt es an 13 Stellen in Berlin in den Boden eingefräste, sogenannte Induktionsschleifen, die 24 Stunden am Tag präzise messen, wann dort wie viele Radler vorbeikommen. Nach dem nun abgeschlossenen Probebetrieb wurden jetzt erste Erkenntnisse bekannt gemacht: Über die Jannowitzbrücke in Mitte etwa fahren täglich rund 10.000 Radfahrer. Damit rücken sie an die Zahl der hier in gleicher Zeit passierenden 18.900 Autos immer näher heran. Außerdem sind die meisten Radler mittwochs unterwegs.

Doch egal an welchem Wochentag am häufigsten in die Pedalen gestiegen wird: Die neuen Zählergebnisse dürften den Druck erhöhen, den Radverkehr bei der Planung stärker zu berücksichtigen.

Foto: Dorit Loock

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