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Berliner Autorin Katja Petrowskaja gewinnt Bachmannpreis

PetrowskajaKatjDie Autorin, die 1970 in Kiew geboren wurde und in Berlin lebt, wurde am Sonntag für ihren Text „Vielleicht Esther“ ausgezeichnet. Der Hauptpreis des Wettbewerbs ist mit 25.000 Euro dotiert. Vier der sieben Juroren stimmten für die lockere Geschichte einer Geschichtsaneignung einer Nachgeborenen. Ein eindeutiges Ergebnis ohne nötige Stichwahl. Katja Petrowskaja folgt als Preisträgerin auf die Russin Olga Martynova, die 2012 den Bachmannpreis gewann.

„Gute Literaten zeigen im Individuellen das Allgemeine“, sagte die Jurorin Hildegard Keller. Bei der Lesung habe es Tränen der Rührung im Saal gegeben. Als äußerst gelungene „Aneignung der Vergangenheit durch die Nachgeborenen“ beschrieb der Juryvorsitzende Burkhard Spinnen den Text. Petrowskaja sei eine würdige Nachfolgerin der in Russland geborenen Vorjahressiegerin Olga Martynova. Skepsis schlug Petrowskaja von Juror Paul Jandl angesichts der konstruierten Biografie im komplexen historischen Zusammenhang entgegen: „Mein Einwand ist die erfundene erschossene jüdische Großmutter.“

Foto: Ingeborg Bachmann Preis

 

 

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