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Berliner Projektfonds: Kulturelle Bildung

Berliner Projektfonds: Kulturelle Bildung
Die Hälfte der geförderten Projekte für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre widmen sich Flucht und Migration. Viele werden von Personen mit Fluchterfahrungen konzipiert und umgesetzt. Ein syrischer Choreograf, der in der Heimunterbringung mit Projektarbeit begonnen hatte, erhält zum Beispiel eine Förderung. Dokumentarfotografen aus verschiedenen Ländern arbeiten als Bürgerjournalisten am visuellen Austausch in Deutschland. Erzähl- und Theaterprojekte zum gemeinsamen Lernen von Neuberlinern und bereits ansässigen Personen fördern Begegnung. Viele weitere Projekte zur Erprobung neuartiger Lernformate in der Schule und außerschulisch können nun umgesetzt werden. Sie machen die Positionen der Neu-Berliner sichtbar und schaffen Räume, in denen sie sich willkommen fühlen und ihr Recht auf kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe umsetzen können. ??Einige Theaterprojekte thematisieren gesellschaftspolitische Entwicklungen der Gegenwart und unterstützen die jungen Menschen darin, ihre Meinung zu artikulieren. In Spandau ist die Frage „Wer ist das Volk“ mit dem Konzept der „Superdiversität“ kombiniert. In Neukölln wird die Lage der Demokratie kritisch beleuchtet. In Kreuzberg sind Jugendliche dazu eingeladen, sich gegen den vermehrt aufkommenden Alltagsrassismus stark zu machen. ??Die klangakustische Erforschung Berlins ist ebenfalls ein Thema. Wie klingt das grüne Berlin? Welche Stadtklänge haben musikalische Qualitäten? Welche Geschichten erzählen Klänge über die Stadt? Die Vermittlung neuartiger künstlerischer Arbeitsansätze und Ausdrucksweisen findet ebenso Unterstützung: Der „Design-Thinking-Kids-Club“ baut neue Schul-Prototypen. Im Projekt „PROTEST_in_Xhain“ kreieren junge Mädchen und Frauen die Protestformen von morgen. Nicht zuletzt ist die Expertise der jungen Menschen gefragt: Was macht die perfekte Musik-App aus? Wie können Museum und Schule interessanter werden? Wie macht man auf den drohenden Klimakollaps aufmerksam? ?“?Die Projekte können ab Januar 2016 starten und maximal zwölf Monate laufen. Erklärtes Ziel der Jury ist es, dass alle jungen Berliner von den Angeboten profitieren und die Vielfalt der Stadt Berlin repräsentiert wird.

Alle Förderprojekte werden von Kunst- und Kulturpartnern in Zusammenarbeit mit Bildungs- oder Jugendpartnern durchgeführt. Sie finden an Kitas und Schulen oder in Jugendzentren, Museen, Theatern, Projekträumen, Kultur- und Nachbarschaftsinitiativen oder in Zusammenarbeit mit Erstaufnahmeeinrichtungen und Geflüchtetenunterkünften statt.

Die Jury setzte sich in dieser Runde aus sechs Experten der Kunst/Kultur, Bildung und Jugend zusammen: Stйphane Bauer, Tanya D’Agostino, Nurkan Erpulat, Prof. Dr. Elke Josties, Matthias Krebs und Gabriele Sagasser.

Eine Liste mit den bewilligten Projekten finden Sie unter www.projektfonds-kulturelle-bildung.de

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