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Besucherrekord bei der 7. Biennale

RafalZwirekDie Biennale habe mit ihrer Aktionskunst rund 40.000 Interessierte mehr als in den vergangen Jahren angezogen, sagte der Sprecher der Kunstausstellung, Denhart von Harling, am Sonntag. Dies sei auch durch den eingeführten freien Eintritt zu allen Veranstaltungen bedingt gewesen. Die Politik habe eine so große Rolle gespielt wie nie zuvor, sagte Harling. Ein Beispiel sei die Aktion gegen einen Rüstungskonzern, die den Export von Panzern nach Saudi-Arabien verhindern sollte. „Die Diskussion über den Waffenhandel wurde dadurch noch einmal ganz anders in die Öffentlichkeit gebracht.“ Als Höhepunkte nannte Harling auch den Kongress zur Rückkehr von Juden nach Polen (Jewish Renaissance Movement Poland).

Schlagzeilen vorab machte eine geplante Sammelaktion des umstrittenen Buches „Deutschland schafft sich ab“ von Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin. Der tschechische Künstler Martin Zet wollte die Bücher zu einer Installation verarbeiten. Das gab Ärger, weil die Aktion Kritiker an die Bücherverbrennung der Nazis erinnerte. Statt der erhofften 60.000 Exemplare gingen nur ein paar Bücher ein. Schlusspunkt des Programms am Sonntag war der von Pawel Althamer initiierte „Draftmen’s Congress“ – der Kongress der Zeichner (Foto), bei dem in einer Kirche aufgestellte Wände gemeinschaftlich bemalt wurden.

Quelle: dpa

Foto: Rafal Zwirek

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