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Literatur

12 neue Bücher, die ihr 2020 unbedingt gelesen haben solltet

Mehr als 70.000 Erstauflagen erscheinen jährlich auf dem deutschen Buchmarkt. Doch wie soll man da noch den Überblick behalten? Hier findet ihr 12 neue Bücher, die ihr 2020 unbedingt gelesen haben solltet.

Auf dem Buchmarkt gibt es immer Neuigkeiten, welche neuen Bücher 2020 wichtig sind, haben wir für euch zusammengestellt. Foto: White/Unsplash

„Sprache und Sein“ von Kübra Gümüşay

In ihrem ersten Buch geht die Netzaktivistin und Journalistin Kübra Gümüşay der Frage nach, inwiefern Sprache unser Denken, unsere Politik und unsere Diskurse prägt. Gümüşay wehrt sich gegen Stereotypen und folgt dem Wunsch, dass Menschen nicht weiter auf Grund ihrer Sprache reduziert oder kategorisiert werden.

  • „Sprache und Sein“ von Kübra Gümüşay, Hanser Berlin, 208 S., 18 € 

„Zeig ihnen, wie man Spaß hat“ von Nicole Flattery

Der Roman erzählt in acht Kurzgeschichten von acht Frauen, die sich in ihren Lebenssituationen komplett unterscheiden, letztendlich aber auch ein und die selbe Person sein könnten. Mit viel Humor und auch etwas Melancholie schreibt Flattery über Blind Dates, Freundschaft, Zusammenhalt und das Lebensgefühl einer ganzen Genration. In Irland wird Flattery für ihr Debüt schon groß gefeiert, jetzt erschien die Übersetzung aus dem Englischen von Tanja Handels auch in Deutschland.

  • „Zeig ihnen, wie man Spaß hat“ von Nicole Flattery, Hanser Verlag, 256 S., 20 €

„Technophoria“ von Niklas Maak

Selbstfahrende Autos, den Klimawandel durch die Digitalisierung stoppen, Freiheit gegen Sicherheit, sprechende Häuser und Serverfarmen – ein Roman, der die großen Themen unserer Zeit behandelt.

  • „Technophoria“ von Niklas Maak, Hanser Verlag, 288 S., 23 €

„Ewig her und gar nicht wahr“ von Marina Frenk

Die Protagonistin Kira begibt sich auf eine Reise durch ihre Vergangenheit und erzählt dabei die Geschichte ihrer Familie, von ihrem Umzug von Moldawien nach Deutschland, Elternschaft, Liebe und Herkunft.

  • „Ewig her und gar nicht wahr“ von Marina Frenk, Klaus Wagenbach Verlag, 240 S., 22 €

„Du wirst mein Herz verwüsten“ von Morgane Ortin

Eine Liebesgeschichte aus dem Französischem über die Rauschmomente des Verliebtseins, die großen Beziehungsfragen und auch die Zweifel und Ängsten. Morgane Ortin hat mit „Du wirst mein Herz verwüsten“ einen universellen Liebesroman mit viel Poesie und einem Appell an die Romantik verfasst. Aus dem Französischen übersetzt von Annabelle Hirsch. 

  • „Du wirst mein Herz verwüsten“ von Morgane Ortin, Aufbau Verlag, 288 S., 20 €

„Stern 111“ von Lutz Seiler

Die Mauer ist gefallen und plötzlich scheint im archaischen Chaos der Nachwendezeit in Berlin alles möglich. Mittendrin Carl, der gegen seine Eltern rebelliert und in die Underground Szene des neuen Möglichkeitsraums in Berlin flieht. Lutz Seilers Nachwende-Roman erzählt vom Herbst 89, der Ostmoderne und dem großen Aufbruch ins Unbekannte. Mit seinem Buch „Stern 111“ gewann Seiler den diesjährigen Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik.

  • „Stern 111“ von Lutz Seiler, Suhrkamp Verlag, 528 S., 24€

„Arbeit“ von Thorsten Nagelschmidt

In „Arbeit“ schlägt sich Thorsten Nagelschmidt die Berliner Nächte um die Ohren. Es ist ein Gesellschaftsroman, der sich mit den Kostenträger*innen einer ewig jungen Stadt auseinandersetzt. Vom Taxifahrer bis hin zur Späti-Besitzerin, alle halten sie die Stadt am Leben – doch was bleibt für sie am Ende übrig?

  • „Arbeit“ von Thorsten Nagelschmidt, S. Fischer Verlag, 336 S., 22 €

„Ein Lied für die Vermissten“ von Pierre Jarawan 

„Ein Lied für die Vermissten“ handelt von der Geschichte des Protagonisten Amin, der seine Eltern im Bürgerkrieg des Libanon verloren hat. Amin erzählt in einer atmosphärischen Bildsprache von den nicht endend wollenden Leiden seines Heimatlandes, der Nachkriegswelt und den tausenden Vermissten des Landes. Der Autor Pierre Jarawan wurde 1985 selbst im Libanon geboren und setzt mit seinem Roman den über 1700 Vermissten im Libanon ein literarisches Denkmal, um diese vor der Vergessenheit zu bewahren. 

  • „Ein Lied für die Vermissten“ von Pierre Jarawan, Berlin Verlag, 432 S., 22 €

„Sie hat Bock“ von Katja Lewina

Katja Lewina schreibt in „Sie hat Bock“ über sexuelle Ungleichheit und führt damit die Debatte über das weibliche Begehren fort. Entlang ihrer eigenen erotischen Biografie berichtet sie von sexuellen Übergriffen und dem Weg zur Selbstermächtigung. 

  • „Sie hat Bock“ von Katja Lewina, DuMont Buchverlag, 224 S., 20 €

„Krebs fühlen“ von Bettina Hitzer

Die Autorin Bettina Hitzer hat mit ihrem Buch „Krebs fühlen“ den diesjährigen Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch gewonnen. Hitzer blickt in im Buch auf die Emotionsgeschichte Krebs und die kulturhistorische Entwicklung der Krankheit, sowie die Gefühlsrevolution in der Medizin und Gesellschaft.

  • „Krebs fühlen“ von Bettina Hitzer, Klett Cotta, 540 S., 28 €

„Poor Dogs“ von Ute Cohen

„Poor Dogs“ handelt von Macht, Geld und Sexismus innerhalb der Unternehmensberaterbranche. Ein klug konstruierter Psychothriller, der anhand verschiedener Rollen und deren unterschiedlichsten Wege zum Erfolg, vom Leben und der Liebe im Management als Businessmodell erzählt. Und dabei auch beachtlich sexy werden kann.

  • „Poor Dogs“ von Ute Cohen, Septime Verlag, 240 S., 23 €

„Flexen in Miami“ von Joshua Groß

Der Erzähler Joshua reist durch eine Welt in der neue Technologien den Alltag bestimmen. Eine Drohne liefert sein Essen, seine sozialen Kontakte finden Online statt und die Grenzen vom Digitalen und Realem verschieben sich immer weiter. Dabei stellt er sich immer häufiger die Frage: Wer bleibt Mensch und wer wird zur Maschine?

  • „Flexen in Miami“, Matthes & Seitz, 199 S., 20 €

Noch mehr Inspiration für Lesefreunde:

Wir haben 100 Berlin-Romane aufgelistet, die man gelesen haben sollte. Im ersten Teil stellen wir die Klassiker vor, die zwischen 1923 und 1965 geschrieben wurden – von Joseph Roths „Das Spinnennetz“ bis zu „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada. Der zweite Teil reicht bis zur Wende und zeugt von den unterschiedlichen Entwicklungen von Ost und West. 

Im dritten Teil blicken wir auf die Jahre 1990 bis 2009. Mit Ian McEwan, Alain Robbe-Grillet, Robert Harris und Cees Nooteboom setzen sich international bedeutende Autoren mit Berlin auseinander. In Büchern von Thomas Brussig, Adolf Endler und Wladimir Kaminer wird das Erbe der DDR verhandelt. Der finale Teil zeigt euch die wichtigsten Bücher der vergangenen Jahre.

Und für gedankliche Ferien fernab von Berlin bringen euch diese 16 Bücher in ferne Länder. Kaufen könnt ihr die Bücher natürlich in den lokalen Buchläden eures Vertrauens.

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