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„Annäherung. Notizen aus 14 Ländern“ von Eugen Ruge

Aus Kuba schreibt er an seinen Verlag: „So­zialismus ist toll, wenn man Westgeld hat!“ Und in Budapest erinnert er sich an die Pink-Floyd-Platte, die er mal dort gekauft und im Zug ­hinterm Klospiegel versteckt hat, damit die DDR-Grenzer sie nicht finden. Dumm nur, dass der Waggon morgens abgekoppelt ­wurde. In „Annäherung“ legt Eugen Ruge Notizen aus 14 Ländern vor. Alle sind rund um den Erfolgsroman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ (2011) entstanden. Der Berliner versteht es, wie schon in „Cabo de Gata“ (2013), aus diesem Buch Funken zu schlagen. Trotzdem hat man nie den Eindruck, er wolle einen Goldesel ­melken. Ruges Beobachtungen in der globalisierten Welt sind feinsinnig, sein Erzählton ist immer menschlich.   

Text: Welf Grombacher

Annäherung. Notizen aus 14 Ländern
von Eugen Ruge, Rowohlt, 192 S., 19,95 Euro

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