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Berlin Trifft New York

wrayJohn Wray ist gebürtiger Washingtoner mit österreichischen Wurzeln mütterlicherseits und in New York ansässig. Als „Retter der Welt“ ist sein 16jähriger Protagonist William Heller in den Tunneln und Katakomben der New Yorker U-Bahn unterwegs; auf der Flucht vor dunklen Mächten und entschlossen, die Welt vor der Klimakatastrophe zu retten. Auf der anderen Seite ist da seine Mutter, besorgt um den kranken Sohn, der, entflohen aus der psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses und unter Schizophrenie leidend, durch die Stadt irrt. In bildhafter Erzählstruktur und spannend von der ersten bis zur letzten Seite, gibt Wray authentische Einblicke in die Gedanken seines Helden und lässt die zwei Erzählstränge gekonnt ineinanderlaufen. Die gebürtigen Hamburgerin Lucy Fricke „hat Freunde mitgebracht“. In ihrem Generationenportrait „Ich habe Freunde mitgebracht“ ist die Wahlberlinerin nah dran an den Hauptstadthelden in ihren Mittdreißigern, beschreibt ihre Hoffnungen und Ernüchterungen, Kind oder Karriere. In Küchen- und Thekendialogen eröffnet sich dem Leser ein ungeschminktes Bild über das Erwachsenwerden und die Entscheidungen, die damit einhergehen. Zwei Großstadtromane von verschiedenen Kontinenten; zusammengebracht bei einer Tasse Kaffee auf dem Plüschsofa. Die Autoren lesen und sind danach für Fragen und Diskussionen offen.

Text: Lux

Kultursalon Roderich, Glogauer Straße 19, Kreuzberg, 12.12., 20 Uhr, Eintritt frei

John Wray „Retter der Welt“, Rowohlt, 19,90 Ђ

Lucy Fricke „Ich habe Freunde mitgebracht“, Rowohlt, 16,95 Ђ

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