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Berliner Autoren #111: Matthias Wittekindt

Matthias_Wittekindt_c_privat_Edition_NautilusNennen Sie uns bitte einen guten Satz aus Ihrem Buch. „Roland Colbert ist seit achtzehn Jahren bei der Polizei, es ist ein Beruf, kein psychotischer Zustand.“
Warum lassen Sie den triebgesteuerten Mord an einem Mädchen ausgerechnet im deutsch-französischen Grenzgebiet geschehen? Wenn man in so einem Grenzgebiet gelebt hat, weiß man, dass man sich da in einem politischen Zwischenraum aufhält. So sind auch die Figuren in meinem Roman weder eindeutig französisch noch deutsch. Ich glaube, das wollte ich für meinen Roman: eine Art Tableau, ein Niemandsland.
Was macht eigentlich mehr Spaß: Radio-Tatorte oder Kriminalromane zu schreiben? Wie wohl jeder Schriftsteller halte ich immer das für das Bedeutendste, woran ich gerade arbeite. Romane haben den Vorteil, dass man mehr über die Figuren sagen kann, und dass die Spannung sich subtiler und kraftvoller entwickelt. Einfach weil es um mehr geht als um einen interessanten Plot.  

Fragen: Erik Heier
Foto: privat/Edition Nautilus

Matthias Wittekindt: „Schneeschwestern“, Edition Nautilus, 352 Seiten, 18?Ђ

 

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