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Berliner Autoren #?114: Jens Sparschuh

Jens_SparschuhEin guter Satz aus Ihrem Buch?
„Weniger ist mehr, und das meiste ist nichts.“

Aufräumen, schreiben Sie, sei ein Aufbäumen gegen die Naturgewalten. Ist es das, was Ihre Hauptfigur Hannes Felix irre macht?
Es heißt ja „Ordnung schaffen“ oder „Ordnung machen“. Diese Tätigkeitswörter signalisieren: Ordnung setzt unsere Aktivität voraus. Lässt man darin nach, zieht augenblicklich das Chaos ein. Und das ist wirklich irre, wie schnell das geht.

Wollen Sie Schreibtisch-Verwüstern unter uns wenigstens etwas Mut machen?
Warum nicht? Wer das Buch gelesen hat, findet jedenfalls fortan immer eine Entschuldigung. Der Roman könnte daher im Buchladen auch unter der Rubrik „Lebenshilfe“ einsortiert werden; das fände ich völlig in Ordnung.

Wie sieht es denn so auf Ihrem Schreibtisch aus?
Klingelt das Mobiltelefon lange genug, orte ich es mit etwas Glück irgendwann unter Papierbergen. Leider kann ich momentan meine Nummer nirgendwo finden, sonst würde ich die natürlich für weitere Rückfragen sofort angeben.     

Fragen: rik
Foto: Susanne Schleyer/autorenarchiv.de

Jens Sparschuh: „Im Kasten“ Kiepenheuer & Witsch, 224 Seiten, 18,99 Ђ

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