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Berliner Autoren: Lutz Kleveman

lutz klevemantip: Nennen Sie uns bitte einen guten Satz aus Ihrem Buch.
Lutz Kleveman: Man muss dem Schicksal ja auch mal ein Angebot machen.

tip: Ihr „bevorzugtes Sujet“ als Krisengebietsreporter: „zornige junge Männer mit Schusswaffen“. Kaum zu glauben, dass Sie dabei nie Todesangst fühlten …
Kleveman: Ich kam mit bösen Jungs immer gut klar. Mit Mut hatte das wohl wenig zu tun, ich fühlte mich einfach unverwundbar, wie ein verspielter junger Hund. Das Fürchten musste ich erst lernen.  

tip: Warum sind Sie für das Buch dem Weg Ihres im Ersten Weltkrieg in russische Kriegs­gefangenschaft geratenen Großvaters bis nach Wladiwostok gefolgt?
Kleveman: Ich wollte allein und weit weg sein, um nachzudenken, was meine Familiengeschichte mit meiner eigenen Kriegsfaszination zu tun hatte. Nach der irrsinnigen Erlebnisdichte in Krisengebieten war das weite, öde Sibirien genau richtig für ein Detox, um runterzukommen und meine Erfahrungen zu verarbeiten.

Fragen: rik

Lutz Kleveman: „Kriegsgefangen“ Siedler, 480 Seiten, 22,90 Ђ

Lesung: Bar in der Mariannenstraße, Mariannenstraße 29, Kreuzberg, Mi 19.10., 19.30 Uhr

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