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Berliner Autorinnen: Kathrin Schmidt

tip Nennen Sie einen guten Satz aus Ihrem Buch.
Kathrin Schmidt In zwei Traurigkeiten gleichzeitig zu sein, ist kein schlechter Zustand, man liegt auf der einen und deckt sich mit der anderen zu, und wenn man hinaufschaut, kann man sich auf einmal vorstellen, dass diese Traurigkeiten nur spürbar sind, weil es das Gegenteil davon wirklich gibt.

tip Was ist das Schönste, das Sie jemals gelesen haben?
Schmidt Das ändert sich ja immerzu, das kann ich schlecht sagen. Im Moment lese ich Elke Erb wieder, Der Faden der Geduld, 1978 im Aufbau Verlag erschienen. Kurze Texte. In einem, Beschleunigung (1977), heißt es etwa: „Der Kindheit, in deren Raum die Dinge und Bewegungen wie Sphinxe majetätisch blicken, öffnet die Jugendzeit einen saugenden Schacht in die Zukunft.“ Ein toller Satz, oder?

tip Diesen neuen Satz schenken Sie uns
Schmidt Einem geschenkten Satz möchte man lieber nicht ins Maul schauen, er könnte einen auffressen.

„Du stirbst nicht“, Kiepenheuer & Witsch 2009, 347 Seiten, 19,95 Euro

Lesungen: Do 7.5., 20.30 Uhr, Buchhändlerkeller, Carmerstraße 1, Charlottenburg, Eintritt: 5 /3 Euro;
Sa 9.5., 19 Uhr, Charlottenburg liest, Praxis Dr. med. Peter Meckes und Frank Gutsche, Carmerstraße 7, Charlottenburg, Eintritt frei.

 

Rainer Anton Niedermeier

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Digne M. Marcovicz

 

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