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Umfrage

Berliner Verleger und ihre Lieblingsbücher 2020 und 2021: Die tip-Umfrage

Neue Zeitrechnung Corona Times, Lektorat im Biergarten und das Credo von Scooter: Wir haben Berliner Verleger und Verlegerinnen über Lieblingsbücher 2020, ihre Vorfreude auf neue Bücher und Kalender im Schredder befragt.


Britta Jürgs, Aviva Verlag:

„Schöne Zeichen der Solidarität“

Britta Jürgs vom Aviva Verlag erhielt 2020 den großen Berliner Verlagspreis, eine der höchsten Auszeichnungen für Verleger in Berlin. Unser Glückwunsch! Foto: Klara-Emilia Kajdi
Britta Jürgs vom Aviva Verlag erhielt 2020 den großen Berliner Verlagspreis, eine der höchsten Auszeichnungen für Verleger in Berlin. Unser Glückwunsch! Foto: Klara-Emilia Kajdi

1.     Eine wichtige Erkenntnis des vergangenen Jahres?

Dass auch das schrecklichste Jahr die tollsten Überraschungen parat haben kann! Ich wurde in diesem Jahr immer mal wieder durch schöne Zeichen der Solidarität beglückt, aber der Höhepunkt des Jahres war natürlich die Auszeichnung mit dem Großen Berliner Verlagspreis.

2.     Wann haben Sie den Kalender für 2020 in den Schredder getan?

Im Schredder ist er bis heute nicht gelandet, aber nach den unzähligen Absagen und Terminannullierungen musste ich mich irgendwann daran gewöhnen, gelegentlich mal wieder reinzuschauen. Inzwischen haben auch kleine Highlights wie ein guter Film den Weg in meinen Kalender gefunden – nachträglich.

3.     Ein Lieblingsbuch 2020, das nicht im eigenen Verlag erschien?

„Hintergrund für Liebe“ von Helen Wolff, ein wunderbarer, autobiografisch geprägter Roman der späteren Verlegerin über einen Aufenthalt in Südfrankreich 1932/1933 und über Liebe und Unabhängigkeit, erschienen im Weidle Verlag.

4.     Ein Buch aus dem eigenen Programm, auf das Sie sich 2021 besonders freuen?

Ich freue mich sowohl auf die unter dem Titel „Ich träumte, ich hätte einen Wetterhahn geheiratet“ erscheinenden, bislang meist unveröffentlichten Erzählungen der Erich Mühsam-Freundin Margarete Beutler als auch auf den von Gabriele Tergit hochgelobten Roman „Christian Voß und die Sterne“ der Berliner Schriftstellerin Hertha von Gebhardt von 1947. Und darauf, dass die Zeitschrift „Frauen und Film“ ab 2021 im Aviva Verlag erscheinen wird.


Matthias Koch, Geschäftsführer des Aufbau Verlags:

„Es wird wieder mehr gelesen“

MatthiasKoch von Aufbau Verlag. Foto: Milena Schloesser

1.     Eine wichtige Erkenntnis des vergangenen Jahres?

Es wird wieder mehr gelesen.

2.     Wann haben Sie den Kalender für 2020 in den Schredder getan?

Noch nicht. Ich brauchte ihn auch im Homeoffice.

3.     Ein Lieblingsbuch 2020, das nicht im eigenen Verlag erschien?

Das Berlin-Buch von Jens Bisky. Ich hatte erst im vergangenen Jahr genügend Zeit für die Lektüre.

4.     Ein Buch aus dem eigenen Programm, auf das Sie sich 2021 besonders freuen?

Alexander Osangs „Fast hell“ erscheint im nächsten Monat bei Aufbau.


Peter Graf, Verlag Das Kulturelle Gedächtnis:

„Paragraph 2 und 3 des Kölschen Grundgesetzes gelten auch fern des Rheinlandes“

Peter Graf von Das Kulturelle Gedächtnis. Foto: Sebastian Wells

1.     Eine wichtige Erkenntnis des vergangenen Jahres?

Dass Paragraph 2 und 3 des Kölschen Grundgesetzes auch fern des Rheinlands gelten und leise Auferstehung feiern. Nämlich §1: Et es wie et es; und §2: Et kütt wie et kütt. (Es ist, wie es ist und es kommt, wie es kommt.)

2.     Wann haben Sie den Kalender für 2020 in den Schredder getan?

Ich halte mich eher an die neue Zeitrechnung. Und die beginnt, so scheint mir, in einer lauen Maiennacht 2021, arglos, freudvoll, Liebeshauch verströmend… Und das dazugehörige Kalenderblatt zu malen, hilft beim Zeitvergehen und Vorfreude stiften.

3.     Ein Lieblingsbuch 2020, das nicht im eigenen Verlag erschien?

Clemens J. Setz‘ im Suhrkamp Verlag erschienenes Sachbuch über Plansprachen und deren Plansprachenerfinder. Ein Buch, das begeistert Brücken baut zwischen tiefem Ernst und großem Unsinn und dessen Buchrücken in jedem Buchregal allein schon wegen seines Titels eine Zierde ist: „Die Bienen und das Unsichtbare“.

4.     Ein Buch aus dem eigenen Programm, auf das Sie sich 2021 besonders freuen?

Es wäre das größte deutsche Wörterbuch seiner Zeit gewesen, das „Glossarium Teutonicum“ des Johann Jacob Spreng (1699-1768), eine philologische und verlegerische Sensation. Die damals größte Sammlung deutscher Wörter war fast druckfertig – aber sie wurde nie veröffentlicht. Jetzt, gut 250 Jahre später, wird endlich eine Auswahl aus dieser Schatzkammer im „Verlag Das Kulturelle Gedächtnis“ unter dem Titel „Unerhörte Auswahl vergessener Wortschönheiten aus Johann Jakob Sprengs gigantischem, im Archive gefundenen, seit 250 Jahren unveröffentlichten deutschen Wörterbuch“ erscheinen. Und zwar im Februar. 368 Seiten stark, für 25 Euro.


Andreas Rötzer, Matthes & Seitz:

„Wichtige Bücher machen ihren Weg“

Andreas Rötzer von Matthes & Seitz. Foto: Matthes & Seitz

1.     Eine wichtige Erkenntnis des vergangenen Jahres?

Die alte Erkenntnis, dass wichtige Bücher ihren Weg machen und große Literatur immer auch ein großes Publikum hat. Das ist das, was wir gerade mit Anne Weber erleben: „Annette, ein Heldinnenepos“ ist seit dem Buchpreis kontinuierlich auf den Bestsellerlisten und wird viel gelesen – und dann verschenkt, das ist ja das schönste Kompliment für ein Buch.

2.     Wann haben Sie den Kalender für 2020 in den Schredder getan?

Ein Verlagskalender führt ja viele Termine, die ganz unabhängig von Corona sind, Erscheinungstermine und andere Deadlines blieben trotz der Kontaktbeschränkungen bestehen, und dann war ja schnell spürbar, dass auch die anderen Termine bleiben, aber digital stattfinden würden. Die erste Freude über ein Leben ohne Termine währte also nur kurz.

3.     Ein Lieblingsbuch 2020, das nicht im eigenen Verlag erschien?

Da gibt es viele, aber vielleicht „Yoga“ von Emmanuel Carrère, ein Buch über Krisen und wie man sie bewältigt, von einem der größten französischen Autoren, ein gewaltiges Buch, voll Humor und Zärtlichkeit.

4.     Ein Buch aus dem eigenen Programm, auf das Sie sich 2021 besonders freuen?

Auf die zweite Auflage von Heike Behrends „Menschwerdung eines Affen“, ein Buch, in dem die Autorin auf unglaublich kurzweilige Weise anhand des eigenen Lebens und der langjährigen Erfahrungen in Afrika eine Geschichte der Ethnologie entwirft und das Thema des Fremdseins klug und völlig neuartig und für ein breites Publikum verständlich macht.


Dirk Rehm, Reprodukt:

„Absolut großartiges Publikum“

Dirk Rehm von Reprodukt. Porträt: Mawil

1.     Eine wichtige Erkenntnis des vergangenen Jahres?

Wir haben ein absolut großartiges Publikum, das ungemein dazu beigetragen hat, dass wir bislang glimpflich durch die Pandemie gekommen sind. Mit soviel Zuspruch und Unterstützung hätte ich nicht gerechnet. Das war für uns nicht nur lebenswichtig, sondern auch ungeheuer motivierend!

2.     Wann haben Sie den Kalender für 2020 in den Schredder getan?

Ende März, denke ich. Aber schnell wieder ausgepackt, was die Buchproduktion angeht. Nur der Verzicht auf Veranstaltungen tut sehr weh, vor allem der fehlende direkte Kontakt zu den Leser*innen.

3.     Ein Lieblingsbuch 2020, das nicht im eigenen Verlag erschien?

„Sunny“ von Taiyo Matsumoto bei Carlsen.

4.     Ein Buch aus dem eigenen Programm, auf das Sie sich 2021 besonders freuen?

„Youshios Jugend“: Yoshiharu Tsuge gehört in den Olymp der Götter des Comic. 🙂


Nikola Richter, Mikrotext:

„Meine neue Zeitrechnung: Corona Times, kurz CT“

Die Berliner Verlegerin Nikola Richter von Mikrotext. Foto: Sarah Eick
Die Berliner Verlegerin Nikola Richter von Mikrotext. Foto: Sarah Eick

1.     Eine wichtige Erkenntnis des vergangenen Jahres?

Wir brauchen alle viel mehr gute Luft.

2.     Wann haben Sie den Kalender für 2020 in den Schredder getan?

Ich habe im Mitte März mit dem ersten Lockdown eine neue Zeitrechnung begonnen: Corona Times, kurz: CT. Und um diese zu markieren, habe ich mit einer neuen Farbe in den Kalender geschrieben, in Grün, für die Hoffnung. Grün waren die Termine, die trotz Corona noch stattfanden. Mittlerweile bin ich wieder bei Grau (Bleistift) oder Blau (Kuli).

3.     Ein Lieblingsbuch 2020, das nicht im eigenen Verlag erschien?

„Dicht“ von Stefanie Sargnagel bei Rowohlt.

4.     Ein Buch aus dem eigenen Programm, auf das Sie sich 2021 besonders freuen?

Das, was Ende Januar erscheint: der Roman „Wie man mit einem Mann unglücklich wird“ von Ruth Herzberg, eine Liebesgeschichte voller Lust, Wut, Hingabe, Obsession. „Gigantisch“, sagt Ronja von Rönne. Finde ich auch.


Esther Kormann, Galiani Berlin:

„2020 hatte trotz aller Tragik auch ein paar lustige Seiten“

Esther Kormann von Galiani. Foto: M. Fuchs

1.     Eine wichtige Erkenntnis des vergangenen Jahres?

Trotz aller modernen Kommunikationsmittel gibt es immer noch sehr viele Menschen, die zum Glücklichsein unbedingt den Zauber brauchen, der von unserer altmodischen und total analogen Bücherwelt ausgeht. Das konnte man daran sehen, dass gerade in diesem Jahr mit seiner Hinterhältigkeit sehr viele Bücher gekauft und gelesen wurden. Ich vermute, weil Bücher eben Geborgenheit schenken und gleichzeitig geistige Fernreisen ermöglichen. 

2.     Wann haben Sie den Kalender für 2020 in den Schredder getan?

Wenn die Frage als Metapher dafür gemeint ist, ob das Jahr 2020 in die Tonne soll: Ich finde, 2020 hatte trotz aller Tragik auch ein paar lustige Seiten. Zum Beispiel, dass man sich aus Gründen der Gesundheit im Sommer zum Lektorat lieber im Biergarten getroffen hat. 

3.     Ein Lieblingsbuch 2020, das nicht im eigenen Verlag erschien?

Ich habe in diesem Jahr nur Manuskripte gelesen. In den letzten Wochen zum Beispiel das von Sven Regeners neuem Buch – ein wahnsinnig guter Roman, geistreich, überraschend und sehr lustig.

4.     Ein Buch aus dem eigenen Programm, auf das Sie sich 2021 besonders freuen?

Aktuell freue ich mich besonders auf unser Frühjahrs-Debüt, das gleich im Februar erscheint: Björn Stephan, „Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau“ – über drei junge Leute aus einem Plattenbau in Mecklenburg, rau, spannend, modern und poetisch zugleich erzählt. Einfach stark.


Sascha Ehlert, Korbinian Verlag:

„Diese chaotischen Notizsammlungen werden für immer in einer Schublade aufbewahrt“

Berliner Verleger Sascha Ehlert
Sascha Ehlert vom Korbinian Verlag. Foto: Paul Niedermayer

1.     Eine wichtige Erkenntnis des vergangenen Jahres?

Wir wussten schon immer: Veranstaltungen, Lesen, Partys – das Erobern von öffentlichen Räumen für die Literatur – sind für unsere Verlagsidentität sehr wichtig. Nach diesem Jahr, in dem es kaum möglich war, öffentlichen Raum zu besetzen, ist uns, neben dem Offensichtlichen, ein wichtiger Grund hierfür bewusst geworden: Weil es für uns als Verleger*innen unersetzbar ist, direktes, analoges Feedback auf unsere Arbeit zu bekommen – von unserem Publikum. Ohne das scheint man manchmal ins Nichts hinein zu verlegen, obwohl man eigentlich an den Verkaufszahlen ablesen kann, dass unsere Bücher 2020 sogar mehr gelesen wurden als zuvor.

2.     Wann haben Sie den Kalender für 2020 in den Schredder getan?

Niemals. Diese chaotischen Notizsammlungen werden für immer in einer Schublade aufbewahrt.

3.     Ein Lieblingsbuch 2020, das nicht im eigenen Verlag erschien?

Klaus Theweleit: „Pocahontas in Wonderland“, Matthes & Seitz Berlin.

4.     Ein Buch aus dem eigenen Programm, auf das Sie sich 2021 besonders freuen?

Wir arbeiten ja aus Prinzip immer nur an einem Buch parallel, dementsprechend freut man sich auf dieses immer am meisten.
Momentan ist das „Keine Ahnung“ von Nele Stuhler. Eine Sammlung literarischer Vorlesungen in Anlehnung an Christa Wolfs Frankfurter Poetik-Vorlesungen, in der die Autorin zu einer großen Selbstbefragung und Welterkundung aufbricht.


Kristine Listau und Jörg Sundermeier, Verbrecher Verlag

„Ein hübscher Wandkalender, der immer noch eine gute Orientierung bietet. Und viel Horror“

Berliner Verleger
Jörg Sundermeier und Kristine Listau, die Verleger vom Verbrecher Verlag. Foto: Sophie Boelke

1.     Eine wichtige Erkenntnis des vergangenen Jahres?

Beide Dass Familie und Freund*innen noch wichtiger sind, als man eh dachte.

2.     Wann haben Sie den Kalender für 2020 in den Schredder getan?

Listau Ich habe einen sehr hübschen Wandkalender, wo wenig eingetragen ist, der aber immer noch eine gute Orientierung bietet. Und viel Horror.

Sundermeier Der Kalender ließ mich jeden Tag mehr hoffen, dass dieses Mistjahr bald vorbei ist.

3.     Ein Lieblingsbuch 2020, das nicht im eigenen Verlag erschien?

Listau Helen Wolff: „Hintergrund für Liebe“, Weidle Verlag.

Sundermeier Uli Hannemann, „Oh Nee, Boomer“, Satyr Verlag.

4.     Ein Buch aus dem eigenen Programm, auf das Sie sich 2021 besonders freuen?

Listau Jetzt endlich erscheint das neue Buch von Jim Avignon mit seinen genialen Bildern und vielen tollen Texten von Autor*innen wie Anke Stelling, Jens Friebe oder Kuku Schrapnell unter dem Titel „Welt und Wirklichkeit“.

Sundermeier Ich freue mich immer auf das nächste Buch, im Augenblick aber besonders über die zweite Auflage der „Berliner Trilogie“ von Aras Ören, weil diese erweist, dass Gedichte gelesen werden.


Lina Muzur, Hanser Berlin

„Ein Leben ausschließlich in den eigenen vier Wänden ist möglich, aber nicht erstrebenswert“

Berliner Verleger
Lina Muzur von Hanser Berlin. Foto: Christian Werner

1.     Eine wichtige Erkenntnis des vergangenen Jahres?

Ein Leben, das ausschließlich in den eigenen vier Wänden stattfindet, ist auf jeden Fall möglich, aber nicht erstrebenswert.

2.     Wann haben Sie den Kalender für 2020 in den Schredder getan?

Mitte März, zusammen mit dem Ticket für die Leipziger Buchmesse.

3.     Ein Lieblingsbuch 2020, das nicht im eigenen Verlag erschien?

Anna Prizkaus „Fast ein neues Leben“ (Matthes & Seitz Berlin) erzählt mit großer Eleganz und einem ganz eigenem Humor davon, was es wirklich bedeutet, in der Fremde erwachsen zu werden.

4.     Ein Buch aus dem eigenen Programm, auf das Sie sich 2021 besonders freuen?

Ottessa Moshfeghs „Der Tod in ihren Händen“ – denn keiner führt seine Leserinnen und Leser so genial an der Nase herum wie Ottessa Moshfegh.


Tom Müller, Tropen

„Man muss es wohl mit Scooter halten: „I don’t give a penny / f**k 2020““

Tom Müller, Verleger vom Berliner Verlag Tropen. Foto: privat
Tom Müller, Verleger vom Berliner Verlag Tropen. Foto: privat

1.     Eine wichtige Erkenntnis des vergangenen Jahres?

Bücher sind krisenfester als die meisten behaupten. 

2.     Wann haben Sie den Kalender für 2020 in den Schredder getan?

Ich weiß es nicht. Wohl spätestens nach der Last-Minute-Absage von Leipzig und dann nochmal nach der von Frankfurt. Man muss es da wohl mit Scooter halten: „I don’t give a penny / f**k 2020“.

3.     Ein Lieblingsbuch 2020, das nicht im eigenen Verlag erschien?

Leona Stahlmanns Debütroman „Der Defekt“ (Kein & Aber). Nature-Writing und Boy- Meets-Girl im Schwarzwald, das Ureigene und das ganz Andere – sprachlich herausragend.

4.     Ein Buch aus dem eigenen Programm, auf das Sie sich 2021 besonders freuen?

Meike Stoverocks „Female Choice. Vom Anfang und Ende der männlichen Zivilisation”. Eine umfassende Beschreibung des Zusammenlebens von Mann und Frau. Vom Beginn der Sesshaftigkeit bis heute. Kulturgeschichtlich, biologisch, feministisch. Darüber wird gestritten werden!


Mehr Literatur in und aus Berlin

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