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Bestsellerautor Daniel Kehlmann spricht an der TU Berlin

Daniel Kehlmann

Komplett muss es heißen: „Danny Torrance fürchtet sich. Über einige imaginäre Wesen“, soweit der Titel eines Vortrags, den der Schriftsteller Daniel Kehlmann, berühmt vor allem durch seinen Roman „Die Vermessung der Welt“, an der TU Berlin halten wird. Den Rahmen dafür gibt die Walter-Höllerer-Vorlesungsreihe vor, die an den TU-Germanistik-Professor Walter Höllerer erinnern soll, der stets nach Möglichkeiten suchte, die Geistes- mit den Technikwissenschaften kreativ zu verbinden. Im letztes Jahr beschäftigte sich etwa die Berliner Biologin Prof. Dr. Julia Fischer mit der Frage, warum Tiere nicht sprechen, sie folgte den Ursprüngen der menschlichen Sprache und zog in ihrer Betrachtung die Primatenforschung hinzu.
Wenn man so will, setzt Kehlmann hier an, auch er wird im weitesten Sinne über nichtmenschliche Geschöpfe sprechen, doch auf einer weitaus fiktiveren Ebene. Sein Interesse gilt der Geschichte und Aura imaginärer Wesen in der Literatur, etwa Jeremias Gotthelfs „Schwarzer Spinne“ aber auch Tolkiens Kreaturen, den Angst verbreitenden Bösewichten in Stephen Kings Horror-Universum oder ganz klassisch, den Hexen in Shakespeares „Macbeth“.
Kehlmann untersucht die literarischen Inspirationsquellen und beleuchtet den schöpferischen Schreibprozess: Was tut ein Schriftsteller, wenn er Wesen erfindet, die es nicht gibt, auf welche Traditionen stützt er sich, und mit welchen psychologischen Mechanismen spielt er? Antworten darauf findet er in einem unterhaltsamen Streifzug zwischen hoher und angeblich trivialer Literatur.

Eine Einführung in den Vortrag wird Prof. Dr. Florian Höllerer, Leiter des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB), geben. Veranstaltet wird die Höllerer-Vorlesung von der Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e.V. Der Eintritt ist frei.  

Text: Jacek Slaski

Foto: Manfred Werner/ Wikicommons

Daniel Kehlmann TU-Hauptgebäude, Audimax (H105), Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Di 8.7., 18.00

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