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„Bitte freimachen“ von Katrin Rönicke

Mit 14 Jahren stand Katrin Rönicke vor dem Spiegelschrank ihrer Eltern und schloss Frieden mit ihrem Spiegelbild. Diesem befreienden Moment war eine von Verunsicherung und Essstörungen überschattete Teenie-Zeit vorhergegangen. Es folgten Jahre, in denen die 1982 geborene Autorin von „Bitte freimachen“ sich politisierte, liebte, Kinder bekam, Journalistin und feministische Netzaktivistin wurde.
Der Leser begleitet Rönicke chronologisch auf diesem Weg, kommt ihr nah. Sie entwickelt entlang ihrer Lebenslinie eine „Anleitung zur Emanzipation“ und spannt den Bogen weit: von zementierten Geschlechterrollen, blau-rosa Kinder- und Arbeitswelten, Stalking im Netz bis hin zur Rolle der Frau im Krieg. Unterhaltsam und lehrreich, diese Reise.    ?

  

Text:
Andrea Hahn

Bitte freimachen von Katrin Rönicke, Metrolit, 224 S., 22 Euro

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